Südafrika: Regierung reagiert auf fremdenfeindliche Krawalle
Wichtige Fakten
- • Südafrika: Fremdenfeindliche Krawalle, Tausende Migranten geflohen (Reuters)
- • Regierung kündigt 500 Mio. Euro, 10.000 Inspektoren gegen illegale Migration
- • Außenminister Lamola drängt auf Gespräche mit afrikanischen Staaten
Regierung bemüht sich um Schadensbegrenzung
Die politische Führung Südafrikas steht nach den fremdenfeindlichen Protesten der vergangenen Monate unter enormem Druck. Das Land erlebt eine Welle der Gewalt gegen Migranten aus Nachbarländern wie Simbabwe und Mosambik, die Tausende zur Flucht veranlasst hat. Außenminister Ronald Lamola bemüht sich um Schadensbegrenzung und will mit afrikanischen Staaten Gespräche über die Ursachen irregulärer Migration führen.
Regierung setzt auf mehr Grenzkontrollen
Innenpolitisch will die Regierung die bestehenden Migrationsregelungen konsequenter durchsetzen und die Grenzkontrollen verstärken. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte an, zehntausend zusätzliche Inspektoren einzustellen, die undokumentierte Beschäftigung überprüfen sollen. Rund 500 Millionen Euro sollen in die Sicherung von Landgrenzen, Flughäfen und Seehäfen investiert werden.
Experten fordern moderne Technik
Rüstungsmanager Daniel du Plessis begrüßt die Investitionen, betont aber, dass Zäune allein nicht ausreichen. Er schlägt den Einsatz von Technologien mit Künstlicher Intelligenz und Gesichtserkennung vor, um grenzüberschreitende Bewegungen besser zu regulieren.
Wie reagiert die Zivilgesellschaft?
Die Polizei geht mit Großeinsätzen gegen Gewalt bei Protesten vor. Unter dem Motto "Operation Ubuntu" formiert sich ein Bündnis von mehr als 80 Organisationen, das Mahnwachen und Demonstrationen organisiert, um ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen.
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