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Wirtschaft 01.05.2026, 07:23 Aktualisiert: 01.05.2026, 15:02

Tankrabatt zeigt erste Wirkung: Preise um rund 16 Cent gesunken

E10 kostete um 12.15 Uhr 2,076 Euro, 15,8 Cent weniger als am Vortag.

Wichtige Fakten

  • E10 kostete um 12.15 Uhr 2,076 Euro, 15,8 Cent weniger als am Vortag.
  • Diesel lag um 12.15 Uhr bei 2,177 Euro, 16,2 Cent weniger als am Vortag.
  • Der Tankrabatt entlastet den Bundeshaushalt um 1,6 Milliarden Euro.
  • ADAC erwartet, dass E10 am Samstagvormittag unter 2 Euro liegen könnte.
  • Bundeswirtschaftsministerin Reiche droht bei Nichtweitergabe mit Kartellamt.

Preissenkungen am ersten Tag

Der staatliche Tankrabatt ist seit dem 1. Mai 2026 in Kraft und zeigt bereits erste Wirkungen: Laut einer ADAC-Analyse kostete ein Liter Super E10 um 12.15 Uhr 2,076 Euro – das waren 15,8 Cent weniger als zur gleichen Zeit am Donnerstag. Diesel lag bei 2,177 Euro pro Liter, ein Minus von 16,2 Cent. Der Rabatt senkt die Energiesteuer um 14,04 Cent pro Liter, brutto 16,7 Cent, und ist auf zwei Monate begrenzt. Das Bundeskartellamt berichtete von einer ungewöhnlich dynamischen Preissenkung am Vormittag, betonte jedoch, dass die Preisspitzen am Donnerstag zu den höchsten seit Einführung der Zwölf-Uhr-Regel zählten.

Weitergabe und Kontrollen

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) forderte eine vollständige Weitergabe des Rabatts und drohte mit Maßnahmen des Kartellamts. Die Verbraucherzentralen mahnten, der Rabatt dürfe nicht wie 2022 zum „Konzernrabatt“ werden. Der Branchenverband Fuels und Energie versprach, die Steuersenkung vollständig weiterzugeben. Die Politik hofft, Pendler und Unternehmen zu entlasten, während Haushaltslöcher von 1,6 Milliarden Euro noch nicht gegenfinanziert sind.

Kritik von Ökonomen und Umweltschützern

Der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, Otmar Edenhofer, kritisierte, der Rabatt treibe die Nachfrage und nütze vor allem Ölexporteuren. Greenpeace bezeichnete die Maßnahme als teurer als der Zuschuss für das Deutschlandticket und forderte eine Wiederbelebung des 9-Euro-Tickets. Die EU-Kommission prüft, ob „maßlose Krisenprofite“ der Mineralölwirtschaft abgeschöpft werden können.

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