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Klima 05.08.2026, 06:00 Aktualisiert: 05.08.2026, 08:04

Telegraph debattiert über Klimawandel: Rechte Presse öffnet sich der Realität?

Telegraph veröffentlicht überraschend Artikel, die die Realität des Klimawandels anerkennen.

Wichtige Fakten

  • Telegraph veröffentlicht überraschend Artikel, die die Realität des Klimawandels anerkennen.
  • Kolumnisten kritisieren Kemi Badenochs "Klima-Nihilismus" und Unterstützung für Netto-Null.
  • Auslöser sind Buschfeuer in Suffolk, die Teile Großbritanniens bedrohten.
  • Der neue Eigentümer Axel Springer beobachtet die Berichterstattung genau.
  • Die internen Leserforschungsergebnisse zeigen eine Nachfrage nach mehr Klimaschutz.
  • Kritiker sehen wegen anhaltender skeptischer Beiträge noch keine echte Wende.

Klimawandel in der rechten Presse: Ein Stimmungsumschwung?

Die britische Zeitung The Telegraph, bekannt für ihre kritische Haltung gegenüber Klimaschutz, hat überraschend eine Reihe von Artikeln veröffentlicht, die den Klimawandel als ernste Bedrohung anerkennen. Auslöser sind die jüngsten Buschfeuer, die verheerende Schäden verursachten. In einer Analyse des Blattes heißt es, niemand könne leugnen, dass der Anstieg der Temperaturen Häuser, Natur und Ernährungssicherheit gefährdet.

Interne Kritik an Badenoch und Panik im konservativen Lager

Kolumnisten wie Tim Stanley und Ambrose Evans-Pritchard, letzterer Wirtschaftschef der Zeitung, werfen der Tory-Vorsitzenden Kemi Badenoch vor, mit ihrer Skepsis gegenüber Netto-Null-Zielen die Partei von der wissenschaftlichen Realität zu entfremden. Besonders heikel ist der Zeitpunkt, da Evans-Pritchard von einem "Trump’schen“ Verhalten spricht. Die Artikel haben eine heftige Reaktion ausgelöst, und Badenoch sah sich zu einer Richtigstellung gezwungen.

Steht ein Kurswechsel bevor? Eigentümerwechsel in den Startlöchern

Die Zeitung, die der deutsche Verlag Axel Springer kürzlich erworben hat, steht nun unter genauer Beobachtung, ob sich ihre Linie ändert. Zwar betonen interne Quellen, dass es keinen redaktionellen Schwenk gebe – Chefredakteur Chris Evans setze auf sein traditionelles Gespür für kontroverse Themen. Klimaexperten sehen darin einen möglichen Bruch mit der bisherigen Positionierung, auch wenn die endgültige Wende noch ausbleibt.

Bob Ward, Direktor des Grantham Research Institute, sieht den Kern einer Polarisierung auch in Großbritannien:"Die rechten Kräfte dominieren die Debatte und überdecken den Konsens unter Mitte-rechts-Wählern." Leserumfragen beiten zudem ein starkes Interesse an Klimamaßnahmen. Ob die gemäßigten Stimmen im angestammten konservativen Weltbild überleben, dürfte die kommenden Wahlkämpfe prägen.

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