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International 19.03.2026, 05:01 Aktualisiert: 19.03.2026, 12:07

Terrorismusindex: Nigeria und DR Kongo verzeichnen starken Anstieg trotz globalem Rückgang

Nigeria: Terrorismus-Tote stiegen 2025 um 46% auf 750, viertplatzierter im Global Terrorism Index.

Wichtige Fakten

  • Nigeria: Terrorismus-Tote stiegen 2025 um 46% auf 750, viertplatzierter im Global Terrorism Index.
  • DR Kongo: Terror-Tote stiegen um 28% auf 467, achte Platzierung im Index durch IS-nahe ADF.
  • Weltweit: Terror-Tote sanken um 28% auf 5.582, Angriffe gingen um 22% zurück.
  • Sahel-Region: Über 50% aller weltweiten Terror-Tote 2025, trotz Rückgang in Burkina Faso.
  • Taktikwechsel: JNIM reduziert zivile Opfer, konzentriert sich auf Militärziele und Drohnenangriffe.

Globaler Trend und regionale Ausnahmen

Weltweit sind die Todesfälle durch Terrorismus im Jahr 2025 um 28% auf 5.582 gesunken, die niedrigste Zahl seit einem Jahrzehnt, während die Gesamtzahl der Angriffe um fast 22% zurückging, wie der Global Terrorism Index des Institute for Economics & Peace zeigt. Dieser Rückgang steht im Kontrast zu deutlichen Anstiegen in Nigeria und der Demokratischen Republik Kongo.

Nigeria und DR Kongo als Brennpunkte

Nigeria verzeichnete den größten Anstieg an Terrorismus-Toten weltweit mit einem Plus von 46% auf 750, was das Land auf den vierten Platz im Index hinter Pakistan, Burkina Faso und Niger bringt. Ursachen sind die Aktivitäten von Boko Haram, ethnischen Milizen und neuen Gruppen wie Lakurawa, wobei ein Massaker im Februar 162 Tote forderte. In der DR Kongo stiegen die Todesfälle um 28% auf 467, hauptsächlich durch die IS-nahe Allied Democratic Forces, was das Land auf Platz acht katapultierte.

Strategischer Wandel im Sahel

Trotz des globalen Rückgangs ereigneten sich über die Hälfte aller Terror-Tote im Sahel, der als Zentrum des globalen Terrorismus gilt. In Burkina Faso sanken die Todesfälle um die Hälfte, da die al-Qaida-nahe JNIM ihre Taktik änderte: Sie reduziert zivile Opfer, um Unterstützung zu gewinnen, und konzentriert sich stattdessen mit zunehmender Raffinesse auf Militärziele und Drohnenangriffe, was auf eine Konsolidierung territorialer Gewinne hindeutet.

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