Fall Widdecombe: Britische Anti-Terror-Polizei stuft Mord als Terrorakt ein
Wichtige Fakten
- • Terrorermittlungen übernommen; 28-jähriger Brite erneut festgenommen.
- • Verdächtiger war dem Präventionsprogramm Prevent nicht bekannt.
- • Widdecombe wurde am 13. Juli tot in ihrem Haus aufgefunden.
- • Innenministerin Mahmood bot Farage Sicherheitstreffen an.
- • Reform-Politiker fordern Entschuldigungen nach Medienkritik.
Fall als Terrorakt eingestuft
Der Mord an der früheren konservativen Politikerin und späteren Reform-UK-Abgeordneten Ann Widdecombe wird nun als Terrorakt eingeordnet. Die britische Anti-Terror-Polizei nahm einen 28-jährigen weißen Briten fest, der ursprünglich am Wochenende aus dem Norden Englands stammt und kurzzeitig freigelassen worden war. Neue Beweise, darunter Videoaufnahmen, die ihn mit einem länglichen Gegenstand in der Tasche am Tattag zeigen, führten zur Neubewertung. Polizeichef Laurence Taylor erklärte, mehrere Spuren würden verfolgt.
Politischer Zündstoff
Der Fall sorgt für erhebliche Spannungen im britischen Parlament. Während Innenministerin Shabana Mahmood den Abgeordneten jenseits aller Fraktionen gleiche Sicherheit zusicherte und reformkritische Äußerungen zurückwies, attackierten Reform-Politiker wie Richard Tice, Lee Anderson und Robert Jenrick Medien und die Opposition scharf. Tice nannte Journalisten der Times „krank“, während Zia Yusuf die Sicherheitsstruktur des Parlaments infrage stellte. Innenministerin Shabana Mahmood traf sich mit Reform-Chef Nigel Farage, um über Sicherheitsfragen zu sprechen. Farage dankte der Innenministerin öffentlich für das angebotene Treffen.
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