Thames Water-Projekt: Giftige Chemikalien im Trinkwasser
Wichtige Fakten
- • PFOS-Werte stiegen im Pilotprojekt auf das 13-fache des Grenzwerts.
- • Thames Water will 75 Millionen Liter Wasser täglich aus der Themse entnehmen.
- • Die Kosten für das Recyclingprojekt steigen von 350 auf 500 Millionen Pfund.
- • Das Unternehmen leckt täglich 571 Millionen Liter Wasser.
PFAS-Belastung im Pilotprojekt
Thames Water testete ein Wasserrecycling-System, das bei Dürre bis zu 75 Millionen Liter behandeltes Abwasser in die Themse leiten soll. Die Ergebnisse der Pilotversuche zeigen jedoch eine alarmierende Zunahme von PFAS-Chemikalien: Die Werte des besonders giftigen Perfluoroctansulfonats (PFOS) überschritten den gesetzlichen Grenzwert um bis zu das 13-fache. Diese Chemikalien sind als „Ewigkeitschemikalien“ bekannt, da sie in der Umwelt nicht abgebaut werden und gesundheitsschädlich sein können.
Umweltsorgen und Kostenexplosion
Die Pläne des hoch verschuldeten Unternehmens stoßen auf breite Kritik: Der lokale Gemeinderat und Abgeordnete lehnen das Projekt ab, da es irreversible Schäden am Fluss verursachen könnte. Zudem steigen die Kosten von ursprünglich 350 Millionen auf über 500 Millionen Pfund, da zusätzliche Pumpen benötigt werden. Die Umweltbehörde hat die Ergebnisse geprüft und betont, dass strenge Auflagen erfüllt werden müssen.
Experten zweifeln an Machbarkeit
Kampagnengruppen wie Solar argumentieren, dass die Technologie nicht zuverlässig funktioniere und die Reinigung aufwändig sei. Thames Water hingegen verteidigt das Projekt und verweist darauf, dass die endgültige Anlage strengere Umweltauflagen einhalten werde. Der Vorstoß zeigt jedoch die Herausforderungen, Trinkwasserversorgung und Umweltschutz zu vereinen.
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