Thames Water zahlt Finanzchef 1 Million Pfund Antrittsprämie trotz Schuldenkrise
Wichtige Fakten
- • Thames Water zahlte Finanzchef Steve Buck 1 Million Pfund Antrittsprämie im Juli.
- • Das Unternehmen hat Schulden von rund 20 Milliarden Pfund.
- • Die Zahlung stammt aus einem 3-Milliarden-Pfund-Notkredit der Gläubiger.
- • CEO Chris Weston erhielt eine Gehaltserhöhung von 14 Prozent.
- • Die Regierung erwägt eine befristete Verstaatlichung des Unternehmens.
Hintergrund der Zahlung
Thames Water hat seinem Finanzchef Steve Buck eine Antrittsprämie von einer Million Pfund gezahlt, obwohl das Unternehmen mit erheblichen Schulden kämpft. Die Zahlung erfolgte im Juli, nachdem das Unternehmen rechtlichen Rat eingeholt hatte. Buck war im April 2025 von Pennon Group zu Thames Water gewechselt. Die Prämie stammt aus einem Notkreditpaket über drei Milliarden Pfund, das die Gläubiger bereitgestellt haben, um das Unternehmen vor dem Zusammenbruch zu bewahren.
Finanzielle Lage und Kritik
Thames Water hat Schulden von etwa 20 Milliarden Pfund und steht vor der Möglichkeit einer befristeten Verstaatlichung. Die Zahlung an Buck hat Kritik von Kampagnengruppen wie We Own It hervorgerufen, die fordern, dass die Regierung das Unternehmen übernimmt. Kritisiert wird auch, dass die Prämie gezahlt wird, obwohl Thames Water zu den acht Wasserunternehmen gehört, die wegen Umweltverstößen keine leistungsbezogenen Boni zahlen dürfen.
Reaktionen und Forderungen
Der Premierminister Andy Burnham hat sich für eine stärkere öffentliche Kontrolle der Versorgungsunternehmen ausgesprochen. Chris Weston, CEO von Thames Water, verteidigte die Zahlungen und argumentierte, dass das Unternehmen wettbewerbsfähige Gehälter zahlen müsse, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Die Gläubiger haben der Regierung eine 'goldene Aktie' angeboten, um eine formelle Übernahme zu vermeiden.
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