Tiny Forests: Wie Mini-Wälder Städte kühlen und Lebensräume schaffen
Wichtige Fakten
- • Tiny Forests sind dicht bepflanzte Mini-Wälder nach der Miyawaki-Methode.
- • Sie kühlen durch Verdunstung und bieten Lebensraum für Insekten und Vögel.
- • In Frankfurt kostete ein Tiny Forest rund 60.000 Euro.
- • Flächenkonflikte entstehen etwa durch Wegfall von Parkplätzen.
- • Alte Bäume haben eine deutlich größere Kühlwirkung als junge.
Wirkung und Nutzen
Tiny Forests, nach der Miyawaki-Methode dicht bepflanzte Mini-Wälder, sollen in Städten Hitze lindern und Lebensräume schaffen. In Frankfurt wachsen auf 700 Quadratmetern über 1.000 Pflanzen, darunter Ebereschen und Traubenkirschen. Die Verdunstung der Bäume kühlt die unmittelbare Umgebung, wie Jan Dieterle von der Frankfurt University of Applied Sciences erklärt. Zudem dienen die Flächen als Versickerungsflächen bei Starkregen und bieten wertvolle Habitate für Insekten und Vögel.
Soziale und ökologische Aspekte
Die Bepflanzung erfolgt oft gemeinsam mit Anwohnern und Schulkindern, was den Naturbezug stärkt. Rund 60.000 Euro kostete der bisherige Tiny Forest in Frankfurt, finanziert durch Bundesförderung. Allerdings führt die Flächenkonkurrenz zu Konflikten – etwa wenn Parkplätze weichen müssen. Fachleute wie Julia Krohmer vom Senckenberg-Institut betonen, dass große alte Bäume durch Verschattung und Verdunstung hocheffiziente Klimaanlagen sind, aber zunehmend unter Trockenheit leiden.
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