Tod eines Marokkaners bei Polizeieinsatz in Bologna löst Proteste aus
Wichtige Fakten
- • 43-jähriger Marokkaner stirbt nach Polizeifixierung in Bologna.
- • Video zeigt, wie Beamte ihn trotz Hilferufe minutenlang drücken.
- • Hunderte protestieren gegen Polizeigewalt und fordern Gerechtigkeit.
- • Behörden versprechen Transparenz, Bodycam-Aufnahmen werden ausgewertet.
Hintergrund des Vorfalls
Bei einem Polizeieinsatz im italienischen Bologna ist ein 43-jähriger Mann aus Marokko ums Leben gekommen. Die Beamten waren wegen Ruhestörung im Stadtteil Pilastro gerufen worden und trafen auf den Mann, der laut Zeugen gegen den Streifenwagen geschlagen haben soll. Zwei Polizisten setzten Pfefferspray ein, drückten ihn zu Boden und legten ihm Handschellen an.
Proteste und Reaktionen
Ein von einem Nachbarn gefilmtes Video zeigt, wie der Mann minutenlang fixiert wird und um Hilfe ruft, aber die Beamten lassen nicht von ihm ab. Erst nach mehreren Minuten bewegt er sich nicht mehr. Der Tod löste in Bologna Proteste mit hunderten Teilnehmern aus, die gegen Polizeigewalt und für Gerechtigkeit demonstrierten. Politiker der linken Opposition kritisierten das Vorgehen scharf, während die rechtsgerichtete Regierung von Giorgia Meloni die Polizisten verteidigte: Sie hätten ihre Dienstpflicht getan. Das Innenministerium kündigte volle Transparenz und eine Obduktion der Leiche an; die Bodycam eines Beamten wurde bereits der Staatsanwaltschaft übergeben.
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