Trauermarsch in Lyon nach tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Extremisten
Wichtige Fakten
- • Über 3.000 Teilnehmer bei rechtsextremem Trauermarsch in Lyon
- • Tod des Rechtsextremisten Quentin Deranque bei Schlägerei mit Linksextremen
- • Macron kündigt Überprüfung gewaltbereiter politischer Aktivistengruppen an
- • Sieben Verdächtige wegen Mordes und Körperverletzung angeklagt
- • Lyon gilt als Wiege des französischen Rechtsextremismus
Trauermarsch und politische Reaktionen
In Lyon fand ein Trauermarsch für den bei gewaltsamen Auseinandersetzungen getöteten rechtsextremen Aktivisten Quentin Deranque statt, an dem über 3.000 Menschen teilnahmen, begleitet von einem großen Polizeiaufgebot. Die Familie des Getöteten nahm nicht teil und rief zum Verzicht auf politische Kundgebungen auf.
Politische Debatte und Ermittlungen
Präsident Emmanuel Macron forderte Ruhe und kündigte ein Treffen mit Ministern an, um gewaltbereite Aktivistengruppen mit Parteiverbindungen zu überprüfen, wobei einige aufgelöst werden könnten. Gegen sieben Verdächtige wurde ein Anklageverfahren wegen Mordes und Körperverletzung eingeleitet, darunter ein Mitarbeiter der Linkspartei LFI.
Hintergrund der Gewalt
Der Vorfall ereignete sich am Rande einer Veranstaltung mit der LFI-EU-Abgeordneten Rima Hassan, wo es zu Auseinandersetzungen zwischen extremen Gruppen kam. Lyon gilt als Hochburg des Rechtsextremismus, und linksextreme Gruppen entstanden dort als Reaktion darauf, was zu wiederholten Zusammenstößen führt.
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