Trump droht Frankreich mit 100-Prozent-Zoll auf Wein vor G7-Gipfel
Wichtige Fakten
- • Trump droht mit 100% Zoll auf französischen Wein.
- • Die Drohung erfolgt kurz vor dem G7-Gipfel in Évian.
- • Fordert Abschaffung der französischen Digitalsteuer (3%).
- • US-Zölle auf EU-Wein liegen derzeit bei 15 Prozent.
- • Handelskonflikt könnte EU-US-Zollabkommen gefährden.
Steuerstreit eskaliert vor Gipfel
US-Präsident Donald Trump hat Frankreich kurz vor dem G7-Gipfel in Évian mit einem Zoll von 100 Prozent auf Wein und Champagner gedroht, falls Paris seine Digitalsteuer für US-Technologiekonzerne nicht abschafft. In einem Interview mit der New York Post sagte Trump, er habe Präsident Emmanuel Macron gebeten, die Abgabe zu kippen, und sehe keine andere Wahl, als mit Strafzöllen zu reagieren. Die Warnung sei direkt an Macron übermittelt worden.
Hintergrund des Konflikts
Frankreich erhebt seit 2019 eine dreiprozentige Steuer auf digitale Dienstleistungen großer US-Konzerne wie Google oder Amazon. Ähnliche Abgaben gibt es in mehreren EU-Staaten. Der aktuelle US-Zollsatz auf EU-Wein beträgt 15 Prozent. Da Handelspolitik EU-Zuständigkeit ist, könnte ein Strafzoll gegen ein Mitgliedsland Reaktionen der gesamten EU auslösen und das gerade ausgehandelte EU-US-Zollabkommen gefährden. Trump forderte Macron zudem auf, die Mehrwertsteuer zu senken, um den Druck zu mindern. Eine Reaktion des Weißen Hauses oder des Élysée-Palasts steht noch aus. Bislang hat Trump vergleichbare Drohungen oft nicht umgesetzt.
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