Japans Kaiserhaus: Neue Thronfolge-Reform erlaubt Adoption, Frauen weiter ausgeschlossen
Wichtige Fakten
- • Neues Gesetz erlaubt Adoption männlicher Nachkommen ehemaliger Adelsfamilien.
- • Frauen bleiben von der Thronfolge ausgeschlossen.
- • Nur drei Männer sind derzeit potenzielle Thronfolger.
- • Kaiserhaus zählt nur 16 Mitglieder, Personaldecke dünn.
- • Experten kritisieren Reform als unzureichend.
Krise in Japans Kaiserhaus
Japans Monarchie geht der Nachwuchs aus. Ein neues Gesetz soll die Thronfolge durch Adoptionen sichern, schließt Frauen aber weiter aus. Prinzessin Aiko, das einzige Kind von Kaiser Naruhito, bleibt der Thron verwehrt.
Reform ermöglicht Adoption ehemaliger Adliger
Das Gesetz erlaubt die Aufnahme männlicher Nachkommen des ehemaligen Hochadels. Diese können vom Kaiser adoptiert werden und als Thronfolger dienen. Traditionalistische Kreise setzten sich gegen eine weibliche Thronfolge durch, trotz breiter öffentlicher Unterstützung für Prinzessin Aiko.
Experten warnen vor unzureichender Lösung
Der Historiker Naotaka Kimizuka hält die Reform für unzureichend, da sich möglicherweise kein geeigneter Adoptivsohn findet. Er fordert eine Streichung der männlichen Nachfolgeregelung. Derzeit sind nur drei Männer als Erben vorgesehen: der 60-jährige Kronprinz, dessen 19-jähriger Sohn und der 90-jährige Onkel des Kaisers.
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