Trump-Gipfel in Miami: Sicherheitskoalition gegen Drogenkartelle und chinesischen Einfluss
Wichtige Fakten
- • Trump lädt 12 rechtsgerichtete Führer zu einem Gipfel in Miami ein.
- • Der Gipfel zielt auf eine Anti-Drogen-Koalition gegen mexikanische Kartelle ab.
- • Linke Regierungen Brasiliens, Mexikos und Kolumbiens sind weiterhin ausgeschlossen.
- • Die USA bieten Geheimdienstinformationen und militärische Unterstützung gegen Kartelle.
- • Trump warnt vor chinesischem Einfluss in der westlichen Hemisphäre.
Gipfeltreffen mit ideologischer Auswahl
US-Präsident Donald Trump hat am Samstag Führungspersönlichkeiten aus zwölf lateinamerikanischen Ländern zu einem exklusiven Gipfel nach Miami eingeladen, darunter Argentinien, Bolivien, Chile, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Guyana, Honduras, Panama, Paraguay und Trinidad und Tobago. Die Einladungsliste umfasst vor allem rechtsgerichtete Regierungen, während die linken Führer Brasiliens, Mexikos und Kolumbiens – drei der größten Volkswirtschaften der Region – ausgeschlossen bleiben. Der als "Shield of the Americas" bezeichnete Gipfel zielt laut Weißem Haus darauf ab, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand in der Region zu fördern.
Anti-Drogen-Koalition und Sicherheitsfokus
Trump rief bei dem Treffen zur Bildung einer "Counter-Cartel Coalition" auf, ähnlich der Koalition gegen ISIS, um Drogenkartelle zu bekämpfen. Er bezeichnete Mexiko als "Epizentrum der Kartellgewalt" und warnte, dass die Kartelle "das Land übernehmen". Die USA bieten dabei einzigartige Geheimdienstinformationen und militärische Kapazitäten, etwa in gemeinsamen Anti-Drogen-Operationen. Kürzlich unterstützten US-Strafverfolgungsbehörden einen Einsatz in Jalisco, Mexiko, bei dem Nemesio Oseguera Cervantes ("El Mencho"), Anführer des Jalisco New Generation Cartel, getötet wurde.
Kritik an selektiver Diplomatie
Experten bewerten die Zusammenkunft als "ideologische Gästeliste", die das Scheitern von Trumps "theatralischer" Doktrin offenbare. Die Abwesenheit der Regierungen Brasiliens, Mexikos und Kolumbiens unterstreicht die mangelnde Einbindung zentraler Akteure, die zusammen mehr als die Hälfte der Bevölkerung und Wirtschaftsleistung Lateinamerikas repräsentieren. Trotz offener Kritik aus Brasília und Bogotá an US-Interventionen wie der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro halten sich viele Regierungen mit öffentlichen Protesten zurück, um die Beziehungen zu Washington nicht zu gefährden.
Geopolitische Ziele und regionale Dynamik
Trump betonte die Notwendigkeit, chinesischen wirtschaftlichen und politischen Einfluss in der westlichen Hemisphäre einzudämmen, und warnte davor, "feindlichen ausländischen Einfluss" zuzulassen, einschließlich im Bereich des Panamakanals. Die sogenannte "Donroe-Doktrin" zielt darauf ab, Washingtons Einfluss durch wirtschaftlichen und militärischen Druck durchzusetzen. Gleichzeitig suchten viele lateinamerikanische Länder trotz Bedenken konstruktive Beziehungen zu den USA, während sie parallel ihre Abhängigkeit von Washington verringern wollten.
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