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International 07.03.2026, 08:00 Aktualisiert: 07.03.2026, 12:19

Trump lädt lateinamerikanische Rechtsregierungen zu Gipfel ein

Trump lädt rechte Führer aus mindestens 10 Ländern zu einem Gipfel in Miami ein.

Wichtige Fakten

  • Trump lädt rechte Führer aus mindestens 10 Ländern zu einem Gipfel in Miami ein.
  • Die linken Regierungen Brasiliens, Mexikos und Kolumbiens sind nicht eingeladen.
  • Die US-Politik umfasst Militärinterventionen und wirtschaftlichen Druck in der Region.
  • Experten kritisieren die fehlende Einbindung der größten Volkswirtschaften Lateinamerikas.

Gipfeltreffen mit ideologischer Auswahl

US-Präsident Donald Trump lädt am Samstag Führungspersönlichkeiten aus mindestens zehn lateinamerikanischen Ländern zu einem exklusiven Gipfel nach Miami ein. Die Einladungsliste umfasst vor allem rechtsgerichtete Regierungen wie Argentinien, Bolivien, El Salvador und Paraguay, während die linken Führer Brasiliens, Mexikos und Kolumbiens – drei der größten Volkswirtschaften der Region – ausgeschlossen bleiben. Der als "Shield of the Americas" bezeichnete Gipfel zielt laut Weißem Haus darauf ab, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand in der Region zu fördern.

Kritik an selektiver Diplomatie

Experten bewerten die Zusammenkunft als "ideologische Gästeliste", die das Scheitern von Trumps "theatralischer" Doktrin offenbare. Die Abwesenheit der Regierungen Brasiliens, Mexikos und Kolumbiens unterstreicht die mangelnde Einbindung zentraler Akteure, die zusammen mehr als die Hälfte der Bevölkerung und Wirtschaftsleistung Lateinamerikas repräsentieren. Trotz offener Kritik aus Brasília und Bogotá an US-Interventionen wie der Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro halten sich viele Regierungen mit öffentlichen Protesten zurück, um die Beziehungen zu Washington nicht zu gefährden.

Sicherheitskooperation im Fokus

Der Gipfel dient rechten Politikern auch dazu, ihre harte Haltung in Sicherheitsfragen zu demonstrieren, die in Lateinamerika oberste Priorität genießt. Die USA bieten dabei einzigartige Geheimdienstinformationen und militärische Kapazitäten, etwa in gemeinsamen Anti-Drogen-Operationen. US-Beamte wie Stephen Miller betonen die Notwendigkeit militärischer Gewalt gegen Drogenkartelle, die sie als "ISIS und Al-Qaida der westlichen Hemisphäre" bezeichnen. Gleichzeitig suchen viele lateinamerikanische Länder trotz Bedenken konstruktive Beziehungen zu den USA, während sie parallel ihre Abhängigkeit von Washington verringern wollen.

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