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Politik 26.07.2026, 21:10 Aktualisiert: 26.07.2026, 23:01

Trump pausiert Angriffe auf Iran – Hoffnung auf Diplomatie

Trump setzt Luftangriffe auf Iran zweite Nacht aus.

Wichtige Fakten

  • Trump setzt Luftangriffe auf Iran zweite Nacht aus.
  • Iran stoppt Vergeltungsangriffe auf US-Verbündete.
  • Ölpreis steigt auf 100 Dollar pro Barrel.
  • US-Militär warnt vor erschöpften Munitionsbeständen.
  • Netanjahrs Besuch im Weißen Haus für Dienstag geplant.

US-Präsident Donald Trump hat die Angriffspause gegen Iran um eine zweite Nacht verlängert, um diplomatischen Bemühungen mehr Raum zu geben, so US-UN-Botschafter Mike Waltz. Ein iranischer Armeesprecher bestätigte, dass auch Teheran die Vergeltungsangriffe vorerst eingestellt hat. Der Schritt folgt auf knapp zwei Wochen täglicher US-Luftschläge und gegenseitiger Attacken, die den im Juni erzielten Waffenstillstand faktisch aufgelöst hatten.

Trotz des militärischen Innehaltens betonte Waltz, dass der Präsident alle Optionen offen halte und eine Ausweitung der Operationen weiterhin nicht ausgeschlossen sei. Hinter verschlossenen Türen hatten führende Militärs Trump laut Medienberichten jedoch gedrängt, die Kampagne zu beenden – wegen begrenzter Wirkung und schwindender Munitionsbestände. Die Stabilität in der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Seerouten für Öl und Gas, bleibt der zentrale Streitpunkt. Medienberichten zufolge kam es unterdessen zu ersten technischen Gesprächen zwischen Iran und Oman, während auch Washington und Teheran indirekt kommunizieren, eine Eskalation zu verhindern.

Indessen wird für Dienstag der Besuch des israelischen Premiers Netanjahu im Weißen Haus erwartet. Dieser gilt als scharfer Kritiker der Annäherung zwischen Washington und Teheran, steht aber innenpolitisch vor wichtigen Wahlen im Oktober. Parallel eskalierte die Lage im Westjordanland, wo nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen bewaffneten Siedlern und Palästinensern das israelische Militär eine großangelegte Offensive startete. Der Ölpreis war während der Furcht vor neuen Lieferunterbrechungen zeitweise auf 100 Dollar pro Barrel gestiegen – der höchste Stand seit Mai.

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