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Politik 12.06.2026, 05:53 Aktualisiert: 12.06.2026, 23:03

Iran und USA: Neue Widersprüche um Rahmenabkommen

Iran bestätigt Fortschritte, Text sei „überwiegend finalisiert“. (13 Wörter)

Wichtige Fakten

  • Iran bestätigt Fortschritte, Text sei „überwiegend finalisiert“. (13 Wörter)
  • Strittige Punkte: Kontrolle über Hormusstraße und Zeitpunkt der Atomverhandlungen. (13 Wörter)
  • USA bestehen auf leistungsbasierter Umsetzung und zeigen sich optimistisch. (12 Wörter)

Widersprüchliche Signale aus Washington und Teheran

Während US-Präsident Donald Trump öffentlich von einem baldigen Rahmenabkommen spricht und sogar eine Unterzeichnung „wahrscheinlich in Europa“ in Aussicht stellt, dämpft Teheran die Erwartungen weiterhin. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, erklärte im Staatsfernsehen, der Text sei zwar „überwiegend finalisiert“, eine endgültige Einigung liege aber nicht vor. Auch Außenminister Abbas Araghtschi betonte, das Abkommen stehe kurz bevor, aber forderte zugleich, die Spekulationen über den Inhalt einzustellen. Aus US-Kreisen heißt es, man sei „sehr nah“ dran, aber noch nicht am Ziel.

Strittige Fragen: Hormusstraße und Atomprogramm

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Kontrolle über die Straße von Hormus. Während US-Vertreter darauf bestehen, dass die Wasserstraße für die Schifffahrt geöffnet wird, erklärte Araghtschi, der Iran werde auch künftig die Verwaltung behalten: „Unser Schwert wird immer über der Straße von Hormus hängen.“ Ungeklärt ist zudem der Zeitplan für Atomverhandlungen. Teheran betont, diese erst nach Abschluss des Rahmenabkommens zu beginnen, während Trump auf eine vollständige Aufgabe des Nuklearprogramms pocht. Parallel dazu soll der 14-Punkte-Plan eine Waffenruhe auch für den Libanon vorsehen, was Israel ablehnt.

Reaktion der Märkte und geopolitische Dynamik

Trotz der unklaren Lage fielen die Ölpreise zeitweise auf unter 85 Dollar pro Barrel, nachdem Trump die für den Abend angekündigten Luftangriffe auf den Iran abgesagt hatte. Der Nikkei legte um fast drei Prozent zu. Diplomaten bezeichnen die Gespräche als „zu 80 bis 85 Prozent abgeschlossen“ und Pakistan bot sich als Vermittler an. Die Unsicherheit bleibt jedoch groß, wie die aktuellen widersprüchlichen Aussagen zeigen. Die gemischten Nachrichten sorgen an den Börsen und in der Region für anhaltende Spannungen.

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