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Politik 01.05.2026, 08:38 Aktualisiert: 01.05.2026, 18:02

Trump droht mit Truppenabzug aus Italien und Spanien

Trump droht, US-Truppen aus Italien und Spanien abzuziehen.

Wichtige Fakten

  • Trump droht, US-Truppen aus Italien und Spanien abzuziehen.
  • Grund ist die Weigerung der Länder bei der Iran-Mission im Golf.
  • Italiens Verteidigungsminister versteht Trumps Motive nicht.
  • Spanien verurteilt Trumps 'illegalen Krieg' gegen den Iran.
  • US-Truppenstärke in Europa beträgt 68.000 aktive Soldaten.

Trump verschärft Druck auf NATO-Verbündete

US-Präsident Donald Trump hat mit dem Abzug von US-Truppen aus Italien und Spanien gedroht. Wie bereits bei Deutschland am Vortag begründete er dies mit der mangelnden Unterstützung dieser Länder bei der Sicherung der Straße von Hormus im Iran-Konflikt. Auf die Frage eines Reporters, ob er persönlich über einen Abzug nachdenke, antwortete Trump: „Vermutlich ... warum auch nicht? Italien hat uns nicht geholfen, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich.“ (Quelle: The Guardian)

Italien und Spanien weisen Vorwürfe zurück

Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto wies die Anschuldigungen zurück und betonte, Italien habe Hilfe bei der Stationierung von Schiffen angeboten – was vom US-Militär sehr geschätzt worden sei. Von der spanischen Regierung gab es zunächst keine offizielle Reaktion. Spanien hatte die Nutzung gemeinsamer Militärbasen für Angriffe auf Iran verweigert. In Italien verweigerte Rom im März die Nutzung eines Luftwaffenstützpunkts auf Sizilien für US-Flugzeuge mit Waffen für den Iran. Die Beziehungen zwischen Rom und Washington hatten sich zudem nach Melonis Kritik an Trumps Attacken auf Papst Leo verschlechtert.

Reaktionen und Ausblick in Deutschland unbeeindruckt

Während Republikaner wie Don Bacon die Drohungen als schädlich für die USA bezeichneten, zeigten sich deutsche Militärs gelassen: Die enge Zusammenarbeit bleibe bestehen. Die USA haben rund 68.000 aktive Soldaten in Europa stationiert, davon 36.400 in Deutschland. Eine Reduzierung wäre teuer und könnte die globale Reichweite des US-Militärs stark einschränken. Zudem hat das US-Repräsentantenhaus im vergangenen Jahr ein Gesetz verabschiedet, das eine Truppenreduzierung unter 76.000 Soldaten für mehr als 45 Tage untersagt. Ein NATO-Austritt wäre nur mit Zweidrittelmehrheit im Senat oder einem Gesetz des Kongresses möglich.

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