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Inland 30.05.2026, 13:31 Aktualisiert: 30.05.2026, 18:01

Überraschende Kampfkandidatur: Strack-Zimmermann fordert Kubicki um FDP-Vorsitz

Marie-Agnes Strack-Zimmermann fordert Wolfgang Kubicki um FDP-Vorsitz.

Wichtige Fakten

  • Marie-Agnes Strack-Zimmermann fordert Wolfgang Kubicki um FDP-Vorsitz.
  • 33 Delegierte unterstützen ihre spontane Kandidatur auf dem Parteitag.
  • Kubicki galt bislang als einziger Kandidat nach Rückzug von Höne.
  • FDP steht nach Wahlschlappen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unter Druck.

Auf dem FDP-Bundesparteitag in Berlin kommt es überraschend zu einer Kampfkandidatur um den Parteivorsitz. Neben dem bisherigen Bewerber Wolfgang Kubicki tritt auch die Europa- und Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann an. 33 Delegierte reichten schriftlich ihre Unterstützung für Strack-Zimmermann ein, womit das Quorum für eine spontane Kandidatur erfüllt war.

Bis kurz vor der Wahl galt Kubicki als einziger Kandidat. Sein Kontrahent Henning Höne hatte die Bewerbung zurückgezogen und sich stattdessen für eine Rolle als Vize unter Kubicki empfohlen. Die 68-jährige Strack-Zimmermann, die den Chefposten im vergangenen Jahr noch abgelehnt hatte, ist vor allem für ihre verteidigungspolitischen Positionen und ihre schlagfertige Art bekannt und steht eher für einen sozialliberalen Flügel.

Die FDP steht nach schlechten Ergebnissen bei Landtagswahlen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz) und dem gefährdeten Einzug in den Bundestag unter Druck. Ex-Vorsitzender Christian Dürr war nach den Niederlagen zurückgetreten. Die Entscheidung auf dem Parteitag wird daher als Richtungsentscheidung für die Partei gesehen.

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