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Wirtschaft 19.05.2026, 07:07

UK-Arbeitslosenquote steigt auf 5%: Iran-Krieg belastet Wirtschaft

UK-Arbeitslosenquote stieg auf 5% zwischen Januar und März.

Wichtige Fakten

  • UK-Arbeitslosenquote stieg auf 5% zwischen Januar und März.
  • Anzahl der bezahlten Jobs fiel im April um 100.000.
  • Lohnwachstum ohne Boni betrug nur 3,4% - schwächster Wert seit 2020.
  • Iran-Krieg löste neue Inflation und Verunsicherung aus.
  • Bank of England erwägt Zinserhöhung trotz schwachem Arbeitsmarkt.

Großbritanniens Arbeitslosenquote ist im März unerwartet auf 5% gestiegen. Laut dem Office for National Statistics (ONS) stieg die Quote im Zeitraum Januar bis März, die ersten Monate, die vom Iran-Krieg beeinflusst wurden. Die Anzahl der bezahlten Arbeitsplätze fiel im April um 100.000, der drittstärkste monatliche Rückgang seit 2014. Das jährliche Minus von 0,7% ist der stärkste Rückgang seit fünf Jahren.

Schatzkanzlerin Rachel Reeves hatte gehofft, 2026 wirtschaftliche Stabilität zu erreichen, doch der Iran-Krieg hat eine neue Inflationswelle entfesselt und das Geschäftsklima geschädigt. Die Löhne (ohne Boni) stiegen nur um 3,4%, der schwächste Anstieg seit August-Oktober 2020. Im privaten Sektor sogar nur 3%. Dies signalisiert, dass die Inflation die Kaufkraft vieler Haushalte bereits spürbar einschränkt.

Das schwache Lohnwachstum könnte jedoch die inflationären Zweitrundeneffekte dämpfen, da steigende Löhne ausbleiben. Die Bank of England erwägt eine weitere Zinserhöhung, doch Analysten wie Sanjay Raja von der Deutschen Bank meinen, die Arbeitsmarktdaten könnten die Notenbank zu einer abwartenden Haltung bewegen.

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