UK führt neue legale Wege für Flüchtlinge mit Gemeinschaftssponsoring ein
Wichtige Fakten
- • Ab Herbst 2025: Organisationen können Flüchtlinge sponsern.
- • Modell basiert auf Kanadas Community-Sponsoring-System.
- • Obergrenze beginnt niedrig, wird aber später angehoben.
- • Staatssekretärin Mahmood will Schutz für echte Flüchtlinge.
- • Opposition: Kein Mandat, Illegale migrieren trotzdem.
Neue legale Flüchtlingsrouten angekündigt
Das britische Innenministerium hat neue, gedeckelte legale Routen für Flüchtlinge angekündigt, die ab Herbst 2025 verfügbar sein sollen. Das System erlaubt es Organisationen wie Universitäten, Gemeindegruppen und Unternehmen, Flüchtlinge zu sponsern. Es orientiert sich am kanadischen Community-Sponsoring-Modell, das seit 1979 fast 400.000 Flüchtlinge umgesiedelt hat. Laut Innenministerium finden in Kanada 70% der gesponserten Flüchtlinge innerhalb eines Jahres Arbeit, 30% mehr als bei Regierungsprogrammen. Darüber hinaus sollen die Gesetze zu Menschenrechten und moderner Sklaverei verschärft werden, um "mutwillige" Asylanträge zu unterbinden.
Bedingungen und Zeitplan
Der University-Route soll noch dieses Jahr starten, die ersten Ankünfte sind für 2027 geplant. Arbeitgeber können ab nächstem Jahr sponsern. Die Regierung will die Zahl der Ankömmlinge zunächst niedrig ansetzen, aber mittelfristig ausbauen. Alle Kosten für Unterkunft und Arbeit trägt der Sponsor. Die Opposition kritisiert das Fehlen eines Mandats und bezweifelt, dass die kleineren Zahlen die irreguläre Migration reduzieren.
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