UK-Gastronomie in Not: Michelin-Koch investiert im Ausland
Wichtige Fakten
- • UK hat eine der höchsten Gastronomie-Mehrwertsteuern Europas.
- • Durchschnittliche Lokale zahlen 32.000 Pfund mehr Steuern pro Jahr.
- • Jason Atherton betreibt Restaurants in Dubai, St. Moritz und Italien.
- • UK-Gastronomieverband sieht deutlichen Wettbewerbsnachteil für Restaurants.
- • Atherton hält Pinte Bier unter 5 £, um Gäste zu halten.
Der britische Spitzenkoch Jason Atherton (54) eröffnet neue Restaurants im Ausland, um seine UK-Betriebe über Wasser zu halten. Grund sind nach eigener Aussage die hohen Steuern und Abgaben in Großbritannien. Atherton: „Wenn wir keine globale Marke hätten, wäre es sehr schwer.“
Das neueste Lokal, Maria’s, entsteht in Forte dei Marmi in der Toskana. Es folgt auf Projekte in Dubai und St. Moritz. Atherton argumentiert, dass Länder wie Italien mit 10% Umsatzsteuer auf Restaurantessen weit günstiger seien als das UK mit 20%. Auch Irland locke mit 9% und erlebe einen Gastro-Boom.
Kate Nicholls von UKHospitality bezeichnet die UK-Gastronomie als europaweit am stärksten besteuert. Die Branche leide zusätzlich unter gestiegenen Sozialabgaben und dem Ende der Corona-Erleichterungen. Ein durchschnittliches Restaurant zahle 32.000 Pfund mehr Steuern als zuvor. Atherton betont, dass er keine staatliche Hilfe, sondern faire Rahmenbedingungen fordere.
Dennoch halte er an erschwinglichen Angeboten fest, etwa einem Pint Bier für unter 5 Pfund und konstanten Preisen trotz Michelin-Auszeichnungen. Ein Verlust der Esskultur wäre „verheerend“.
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