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International 16.02.2026, 06:52 Aktualisiert: 16.02.2026, 18:10

UK-Regierung plant strengere Online-Sicherheit für Kinder

Premierminister Keir Starmer kündigt schnellere Gesetzesänderungen zum Schutz von Kindern online an.

Wichtige Fakten

  • Premierminister Keir Starmer kündigt schnellere Gesetzesänderungen zum Schutz von Kindern online an.
  • Die Regierung will KI-Chatbots wie Grok regulieren und nicht-konsensuelle Deepfakes bekämpfen.
  • Neue Regeln sollen Tech-Firmen verpflichten, Daten von verstorbenen Kindern länger zu speichern.
  • Eine öffentliche Konsultation zu Social-Media-Nutzung und Altersgrenzen für Kinder ist geplant.
  • Opposition kritisiert die Maßnahmen als unzureichend und fordert ein Verbot für unter 16-Jährige.

Gesetzesinitiative zum Kinderschutz

Die britische Regierung unter Premierminister Sir Keir Starmer hat angekündigt, Lücken im Online-Sicherheitsgesetz (Online Safety Act) schneller zu schließen, um Kinder besser vor Schäden durch soziale Medien und KI-Technologien zu schützen. Starmer betonte, dass keine Online-Plattform bei diesem Thema einen "freien Pass" erhalten werde, und kündigte Maßnahmen gegen süchtig machende Elemente wie Auto-Play und endloses Scrollen an. Die Regierung plant eine öffentliche Konsultation, um Einschränkungen für den Zugang von Kindern zu KI-Chatbots und Social Media zu erörtern.

Regulierung von KI und Datenspeicherung

Ein Schwerpunkt liegt auf der Regulierung von KI-Chatbots, die nicht-konsensuelle sexuelle Deepfakes erzeugen können, wie im Fall von Xs AI-Assistent Grok. Zudem sollen neue rechtliche Befugnisse geschaffen werden, um nach der Konsultation schnell handeln zu können. Ein weiterer Vorschlag betrifft die Datenspeicherung: Tech-Giganten sollen verpflichtet werden, Daten von verstorbenen Kindern länger aufzubewahren, um bei Todesfällen wie dem von Jools (14) im Jahr 2022 Untersuchungen zu ermöglichen – aktuell müssen diese Daten innerhalb von 12 Monaten angefordert werden, was oft zu spät ist.

Kritik und Forderungen

Oppositionspolitiker und Aktivisten haben die Ankündigungen als "Untätigkeit" kritisiert und fordern strengere Maßnahmen, darunter ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige. Technologieministerin Liz Kendall verteidigte den Ansatz und betonte die Notwendigkeit schneller Anpassungen angesichts des rasanten technologischen Wandels. Die Regierung will mit den Plänen Kinder besser schützen und "die Kindheit, die sie verdienen", gewährleisten, während Kritiker auf die Dringlichkeit hinweisen, um weitere Tragödien zu verhindern.

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