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Politik 03.06.2026, 07:18 Aktualisiert: 03.06.2026, 18:01

Ukrainische Drohnen treffen Ölterminal in St. Petersburg – Russischer Rückschlag vor Wirtschaftsforum

Mindestens 7 Tote bei Drohnenangriff auf Bus in Donezk.

Wichtige Fakten

  • Mindestens 7 Tote bei Drohnenangriff auf Bus in Donezk.
  • Ukrainische Drohnen trafen Ölterminal und Marinestützpunkt Kronstadt in St. Petersburg.
  • 354 ukrainische Drohnen über Russland abgeschossen; kein Tote in St. Petersburg.
  • Wirtschaftsforum in St. Petersburg beginnt trotz Angriffen; US-Delegation reist erstmals seit Jahren an.
  • Bundesregierung hofft auf Gespräche mit Russland innerhalb weniger Monate.

Drohnenangriffe auf St. Petersburg

In der Nacht zum 3. Juni 2026 griff die Ukraine mit Langstreckendrohnen mehrere Ziele in der russischen Stadt St. Petersburg und Umgebung an. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Selenskyj wurden ein Ölterminal und der Marinestützpunkt Kronstadt getroffen. Videoaufnahmen zeigen eine Drohne, die auf eine Korvette im Trockendock zusteuert und diese in Brand setzt. Der Flughafen Pulkowo stellte vorübergehend den Betrieb ein, mobiles Internet wurde gestört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden insgesamt 354 ukrainische Drohnen abgeschossen, die Zahl der Einschläge liegt bei mehreren. Der Gouverneur der Stadt, Alexander Beglow, meldete keine Toten. Kreml-Sprecher Peskow kündigte „systematische Vergeltung“ an.

Letaler Angriff auf Reisebus in Donezk

Parallel zu den Angriffen auf St. Petersburg wurde ein Reisebus auf der Strecke Moskau–Simferopol in der von Russland annektierten Region Donezk von einer Drohne getroffen. Der von Moskau eingesetzte Besatzungschef Denis Puschilin sprach von sieben Toten und elf Verletzten. Russland leitete ein Verfahren wegen Terrorismus ein.

Selenskyj: Selbstbewusstsein und West-Unterstützung

Selenskyj bezeichnete die Angriffe als faire Antwort auf Russlands massive Luftangriffe, die zuvor 23 Tote in Kiew und Dnipro gefordert hatten. Neben Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Kiew äußerte Selenskyj die Hoffnung, die Schlagkraft erhöhen zu können. Gleichzeitig erklärte die Bundesregierung, ein „Fenster für Gespräche mit Russland“ öffne sich langsam – voraussichtlich in Monaten, nicht Wochen.

Wirtschaftsforum und internationale Beteiligung

Trotz der Dronenschläge begann das internationale Wirtschaftsforum St. Petersburg mit etwa 20.000 Gästen aus 130 Ländern, darunter erstmals seit neun Jahren eine offizielle US-Delegation. USA-Sondergesandter Rodney Mims Cook Jr. und der Schauspieler Steven Seagal reisten an – diplomatie-politisch ein Novum. Die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine stocken weiterhin; Europa sondiert parallele, partage-orientierte Verhandlungen.

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