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International 20.03.2026, 05:51 Aktualisiert: 20.03.2026, 12:04

Ukraine fürchtet Vernachlässigung durch Iran-Krieg - Neue Gespräche mit USA angekündigt

Ukrainischer Präsident Selenskyj kündigte neue Gespräche mit den USA für Samstag an.

Wichtige Fakten

  • Ukrainischer Präsident Selenskyj kündigte neue Gespräche mit den USA für Samstag an.
  • Russland profitiert vom Iran-Krieg durch höhere Ölpreise und Sanktionslockerungen.
  • Die Ukraine warnt vor Munitionsknappheit, da Patriots-Raketen im Nahen Osten verbraucht werden.
  • Ein EU-Kredit von 90 Milliarden Euro für die Ukraine ist durch Ungarn blockiert.
  • Verhandlungen mit Russland liegen laut Experten in einer Sackgasse.

Neue Gespräche mit USA angekündigt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach mehreren verschobenen Treffen neue Gespräche mit den USA über ein Ende des russischen Angriffskriegs angekündigt. Die Gespräche sollen am Samstag beginnen, und eine ukrainische Unterhändlerdelegation ist bereits auf dem Weg in die USA. Selenskyj betonte, dass die Verhandlungspause beendet werden müsse, um Fortschritte zu erzielen. Unklar bleibt, ob russische Vertreter teilnehmen werden, da der Kreml zuvor erklärte, dass trilateralen Verhandlungen einstweilen ruhen.

Sorgen um Vernachlässigung und Waffenknappheit

Die Ukraine warnt davor, dass sich die Lage durch den Iran-Krieg verschlechtert, während Russland davon profitiert. Laut Politikwissenschaftler Vadym Deniysenko könnten lang andauernde Konflikte im Nahen Osten negative Folgen für ausländische Militärunterstützung der Ukraine haben. Insbesondere die Patriots-Flugabwehrraketen, die die USA im Iran-Krieg einsetzen, fehlen dem ukrainischen Militär bereits in kritischen Mengen, wie Verteidigungsminister Fedorow Ende Februar beklagte.

Verhandlungen in Sackgasse und wirtschaftliche Auswirkungen

Der Verhandlungsprozess zwischen Ukraine und Russland befindet sich laut Deniysenko in einer absoluten Sackgasse, wobei Russland den Iran-Krieg als Vorwand nutze, um nicht weiter verhandeln zu müssen. Gleichzeitig profitiert Moskau von gestiegenen Ölpreisen und ausgesetzten Sanktionen. Ein lebenswichtiger EU-Kredit von 90 Milliarden Euro für Kiew bleibt aufgrund einer Blockade durch Ungarn unsicher, was die wirtschaftliche Lage der Ukraine zusätzlich belastet.

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