Ukraine meldet russische Angriffe mit hohen zivilen Opfern
Wichtige Fakten
- • Angriff auf Odessa: 17 Raketen, 8 Verletzte.
- • Charkiw: 2 Tote, 21 Verletzte.
- • Luftabwehrquote null Prozent bei ballistischen Raketen.
- • Neue US-Lieferung Patriot, aber unzureichend.
- • Gegenseitige Angriffe fordern auf beiden Seiten Opfer.
Nächtliche Angriffe auf die Ukraine
In der Nacht hat Russland die ukrainische Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer mit 17 ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wurden dabei acht Menschen verletzt und Teile der Hafeninfrastruktur beschädigt. Auch Wohngebiete in Charkiw in der Ostukraine wurden getroffen; dort starben zwei Menschen, mindestens 21 weitere wurden verletzt, so der öffentlich-rechtliche Rundfunk der Ukraine.
Schwächung der ukrainischen Luftabwehr
ARD-Korrespondent Thilko Gläßgen berichtet aus Kiew, dass Odessa fast dreieinhalb Stunden Luftalarm erlebte. Keine einzige ballistische Rakete sei abgewehrt worden – die Abwehrquote lag erneut bei null Prozent. Diese Schwäche offenbart den dringenden Bedarf an weiteren Patriotus Systems, insbesondere um die städtischen Zentren zu schützen.
Warnung vor Ernährungskrise
Selenskyj warnte, dass Russland durch Angriffe auf Odessa, ein Drehkreuz für Agrarexporte, Krieg gegen die weltweite Ernährungssicherheit führe. Er kündigte eine neue US-Raketenlieferung an, räumte aber ein, dass diese nicht ausreichten. Schätzungen zufolge benötigt die Ukraine monatlich mindestens 140 Raketen.
Ukrainische Drohnenangriffe auf Russland
Die Ukraine griff erneut Russland an. Bei einem Drohnenangriff auf die Stadt Belgorod wurden laut russischen Behörden drei Menschen getötet und 25 verletzt. Mehrere Wohnhäuser gerieten in Brand. Russlands Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von über 150 ukrainischen Drohnen über dem europäischen Landesteil sowie der Krim und den angrenzenden Meeren.
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