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International 18.02.2026, 03:33 Aktualisiert: 18.02.2026, 18:04

Ukraine-Gespräche in Genf: Kein Durchbruch, aber Fortschritte bei militärischen Themen

Die zweite Verhandlungsrunde in Genf dauerte nur zwei Stunden und endete ohne Durchbruch.

Wichtige Fakten

  • Die zweite Verhandlungsrunde in Genf dauerte nur zwei Stunden und endete ohne Durchbruch.
  • US-Sondergesandter Witkoff bewertet den ersten Tag als 'bedeutende Fortschritte', russische Quellen sprechen von 'sehr angespannt' Atmosphäre.
  • Fortschritte gab es laut Selenskyj bei militärischen Fragen, politische Themen stecken in Sackgasse.
  • Europäische Sicherheitsberater waren erstmals direkt in Genf und führten separate Gespräche mit ukrainischer Delegation.
  • Selenskyj schlägt Referendum über Einfrieren des Konflikts an aktueller Frontlinie vor, lehnt Gebietsabtretungen ab.

Verhandlungen unter US-Vermittlung in Genf

In Genf haben Vertreter der Ukraine und Russlands unter Vermittlung der USA über ein mögliches Kriegsende verhandelt. Die zweitägigen Gespräche, an denen US-Chefunterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner teilnahmen, endeten ohne Durchbruch. Der erste Tag wurde von Witkoff als 'bedeutende Fortschritte' bewertet, während russische Quellen die Atmosphäre als 'sehr angespannt' beschrieben. Die zweite Runde dauerte nur zwei Stunden und wurde von beiden Seiten als schwierig, aber sachlich bezeichnet.

Fortschritte bei militärischen, Blockade bei politischen Themen

Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich vorsichtig optimistisch, dass im militärischen Bereich Fortschritte erzielt wurden, etwa zur Frontlinie und Waffenstillstandsüberwachung. Auf politischer Ebene jedoch stecken die Gespräche in einer Sackgasse, insbesondere wegen unvereinbarer Positionen zu territorialen Fragen. Russland fordert weiterhin den vollständigen ukrainischen Truppenabzug aus dem Donbass, was Kiew kategorisch ablehnt. Selenskyj schlägt stattdessen ein Referendum über ein Einfrieren des Konflikts an der aktuellen Frontlinie vor.

Europäische Beteiligung und nächste Schritte

Erstmals waren europäische Sicherheitsberater aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Italien direkt in Genf anwesend und führten separate Gespräche mit der ukrainischen Delegation. Sie sind nicht an den trilateralen Verhandlungen mit Russland beteiligt, aber ihre Präsenz wird als wichtig für die europäische Sicherheit erachtet. Beide Seiten kündigten an, die Gespräche in naher Zukunft fortzusetzen, um einen Konsens zu erzielen, der den Präsidenten zur Prüfung vorgelegt werden kann. Ein direkter Gipfel zwischen Selenskyj und Putin bleibt ungewiss.

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