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Wirtschaft 11.03.2026, 11:27

Uniper zahlt erstmals nach Rettung Dividende - Bund profitiert

Uniper zahlt 2026 erstmals seit vier Jahren wieder 300 Mio. Euro Dividende.

Wichtige Fakten

  • Uniper zahlt 2026 erstmals seit vier Jahren wieder 300 Mio. Euro Dividende.
  • Der deutsche Staat hält über 99% der Anteile und erhält fast die gesamte Dividende.
  • Der bereinigte Nettogewinn lag 2025 bei 544 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mrd. Euro).
  • Uniper plant bis 2030 rund 5 Mrd. Euro in Versorgungssicherheit und Transformation zu investieren.
  • Der Bund muss seine Beteiligung bis Ende 2028 auf höchstens 25% plus eine Aktie reduzieren.

Finanzielle Erholung nach Staatsrettung

Der Energiekonzern Uniper zahlt erstmals seit vier Jahren wieder eine Dividende in Höhe von 300 Millionen Euro, was einer Ausschüttung von 72 Cent je Aktie entspricht. Da der deutsche Staat mehr als 99 Prozent der Anteile hält, profitiert er finanziell von dieser Entwicklung. Uniper hatte 2022 als größter deutscher Gasimporteur in Schieflage geraten, nachdem Russland infolge des Ukraine-Kriegs die Gaslieferungen stoppte, und wurde daraufhin mit Milliardenhilfen des Bundes gerettet.

Gewinnentwicklung und Investitionspläne

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Uniper einen bereinigten Nettogewinn von 544 Millionen Euro, nach 1,7 Milliarden Euro im Vorjahr, wobei der Rückgang vor allem auf geringere Ergebnisbeiträge aus Absicherungsgeschäften zurückzuführen ist. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Zudem bekräftigte Uniper seine Investitionsabsichten und plant bis 2030 rund fünf Milliarden Euro in Versorgungssicherheit, Wachstum und Transformation zu stecken, davon über 2,5 Milliarden Euro allein in Deutschland für den Neubau wasserstofffähiger Gaskraftwerke.

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