Kiew: Untersuchung nach tödlichem Angriff – Polizeichef tritt zurück
Wichtige Fakten
- • Täter tötete 6 Menschen und nahm Geiseln in Supermarkt.
- • Polizei erschoss Angreifer nach Verbarrikadierung.
- • Mehrere Polizisten wegen unangemessener Reaktion suspendiert.
- • Motiv und Identität des 58-Jährigen weiter ungeklärt.
- • Selenskyj lehnt Verschärfung des Waffenrechts ab.
Untersuchung nach tödlichem Angriff in Kiew: Polizisten suspendiert
Nach einem tödlichen Schusswaffenangriff in einem Supermarkt in Kiew mit sechs Toten und 14 Verletzten hat das ukrainische Innenministerium eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Der 58-jährige Angreifer, der mit einem automatischen Gewehr bewaffnet war, hatte sich am Samstag verbarrikadiert, Geiseln genommen und wurde schließlich von einer Antiterroreinheit der Polizei erschossen. Innenminister Ihor Klymenko bezeichnete den psychischen Zustand des Täters als "offenkundig instabil" und kritisierte das Verhalten einiger Polizisten am Tatort als beschämend und unprofessionell.
Polizeichef tritt nach Kritik zurück
Mehrere Polizisten wurden im Zusammenhang mit der Reaktion auf den Angriff vom Dienst suspendiert, darunter zwei Streifenpolizisten, die Berichten zufolge davongelaufen sind. Der Chef der Patrouillenpolizei, Jewhenij Schukow, übernahm die Verantwortung und reichte seinen Rücktritt ein, nachdem er die Handlungen der beiden Beamten als "unprofessionell und unwürdig" bezeichnete. Die Ermittler prüfen ein terroristisches Motiv, während die Identität und das genaue Motiv des Täters weiter unklar bleiben.
Hintergründe und politische Reaktionen
Präsident Wolodymyr Selenskyj wies darauf hin, dass der Mann in Russland geboren wurde und zuvor in der besetzten Region Donetsk lebte, lehnte aber eine Verschärfung des Waffenrechts ab, da Waffen in Bürgerhand zur Landesverteidigung beigetragen hätten. Die Tatwaffe war offiziell registriert, und es wird untersucht, wie der Täter die Lizenz erneuern konnte. Acht Verletzte bleiben im Krankenhaus, einer in extrem ernstem Zustand.
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