Teilen:
Klima 27.08.2026, 00:15 Aktualisiert: 27.08.2026, 06:01

Uruguay rüstet sich gegen den Super-El-Niño

Uruguay rechnet mit massiven El-Niño-Folgen und möglichen 25.000 Evakuierungen.

Wichtige Fakten

  • Uruguay rechnet mit massiven El-Niño-Folgen und möglichen 25.000 Evakuierungen.
  • Regierung nahm 750.000 US-Dollar Kredit für Katastrophenhilfe auf.
  • Universität forscht an wasserdurchlässigem Straßenbelag gegen Überflutungen.
  • Montevideos Rückhaltebecken fasst 3.000 Kubikmeter, weitere sind geplant.

Angst vor den Fluten

In Uruguay wächst die Furcht vor einem sogenannten Super-El-Niño, der in diesem Jahr besonders extreme Regenfälle bringen könnte. Einwohner wie Kioskbesitzer Pablo Bras berichten von großer Anspannung. In den vergangenen Jahren kam es bereits zu schweren Überschwemmungen, Straßen verwandelten sich in reißende Flüsse. Nach Angaben des Staatssekretärs Alejandro Sanchez könnten in diesem Jahr rund 25.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Die Regierung hat bereits 750.000 US-Dollar an Krediten für die Katastrophenhilfe aufgenommen.

Bauliche Anpassungen

In Montevideo, das am Rio de la Plata liegt, steigt die Flutgefahr. Wissenschaftler der Universität der Republik arbeiten an wasserdurchlässigem Straßenbelag, der Regenwasser schneller versickern lässt. Die Stadt hat zudem Rückhaltebecken ausgebaut, eines davon mit 3.000 Kubikmetern Volumen. Regengärten sollen das Wasser ebenfalls bremsen. „Wir konnten zeigen, dass das Wasser nicht mit derselben Geschwindigkeit abfließt, wie es hinein fließt“, sagt Bauingenieur Ignacio Marero. Die Maßnahmen sollen die Folgen des Wetterphänomens abmildern, doch die Unsicherheit bleibt groß, wie der Journalistenbesuch in dem südamerikanischen Land zeigt.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.