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International 11.06.2026, 05:49 Aktualisiert: 11.06.2026, 23:01

Trump verkündet angebliche Einigung mit Iran – Teheran dementiert

Trump sagt geplante Angriffe auf Iran ab wegen angeblicher Einigung.

Wichtige Fakten

  • Trump sagt geplante Angriffe auf Iran ab wegen angeblicher Einigung.
  • Iran dementiert finale Einigung und spricht von unbestätigten Spekulationen.
  • Ölpreis fällt nach Trumps Ankündigung auf unter 90 Dollar pro Barrel.
  • Israel erklärt, nicht Teil des Abkommens zu sein, fordert strenge Auflagen.
  • USA bekräftigt Blockade, Indien protestiert gegen Tötung dreier Seeleute.

Trump kündigt Einigung an – Kehrtwende nach Angriffsdrohung

US-Präsident Donald Trump hat überraschend eine Einigung mit dem Iran verkündet und die für die Nacht angekündigten massiven Angriffe abgesagt. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, die Gespräche hätten die höchste Ebene der iranischen Führung erreicht und seien von allen beteiligten Parteien – darunter die USA, Israel, Saudi-Arabien, die USA, Katar, die Türkei, Pakistan, Bahrain, Kuwait, Jordanien und Ägypten – in Konzept und Detail gebilligt worden. Trump stellte eine baldige Unterzeichnung in Europa in Aussicht, möglicherweise noch am Wochenende. Die Unterzeichnung solle wahrscheinlich in Europa stattfinden, so Trump. Brent-Öl fiel daraufhin um rund 4,4 Prozent auf etwa 89 Dollar pro Barrel.

Iran dementiert finale Einigung

Die iranische Führung dementierte umgehend die Darstellung Trumps. Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei erklärte, man habe noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Berichte über eine Unterzeichnung seien „spekulativ“, der Großteil des Textes sei zwar finalisiert, doch die USA hätten immer wieder neue Forderungen gestellt. Auch andere iranische Regierungsstellen dementierten den Abschluss einer Vereinbarung. Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu betonte, sein Land sei nicht Partei des Memorandum of Understanding. Er forderte den Verbleib von angereichertem Material, den Abbau der Anreicherungsinfrastruktur und eine Begrenzung des iranischen Raketenprogramms.

Vergeltung und Blockade: Eskalation auf niedriger Stufe

Trotz der vorgeblichen Friedensinitiative hielten die wechselseitigen Angriffe an. Die USA hatten ihre Luftangriffe auf iranische Stellungen ausgeweitet, Iran reagierte mit der Sperrung der Straße von Hormus und Geschossen auf US-Stützpunkte in Bahrain, Kuwait und Jordanien. Indien protestierte gegen die Tötung dreier indischer Seeleute bei einem US-Angriff auf einen Tanker im Golf von Oman, dem iranischen Öltransporte zugeschrieben werden. Die Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, die für den globalen Öl- und Gashandel von entscheidender Bedeutung ist, bleibt nach iranischen Angaben gesperrt, während die USA betonen, der Schiffsverkehr sei weiterhin möglich.

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