US-Seeblockade der Straße von Hormus tritt in Kraft - Märkte reagieren nervös
Wichtige Fakten
- • Die US-Blockade begann am 13. April 2026 um 16:00 Uhr MESZ und betrifft nur Schiffe mit Iran-Bezug.
- • Iran weigerte sich in Islamabad, sein Atomprogramm aufzugeben, was zum Scheitern der Verhandlungen führte.
- • Die Ölpreise stiegen massiv: Brent-Rohöl notiert bei über 100 Dollar pro Barrel.
- • Seit Kriegsbeginn sitzen über 2.000 Handelsschiffe mit 20.000 Seeleuten im Persischen Golf fest.
- • Die USA wollen iranische Seeminen räumen lassen und erwägen neue Militärschläge zur Druckerhöhung.
US-Blockade tritt in Kraft
Am 13. April 2026 um 16:00 Uhr MESZ trat die von US-Präsident Donald Trump angeordnete Seeblockade der Straße von Hormus in Kraft. Das US-Regionalkommando Centcom bestätigte, dass nur Schiffe gestoppt werden, die iranische Häfen am Persischen Golf und Golf von Oman ansteuern oder verlassen. Tanker für andere Golfstaaten wie Saudi-Arabien sind nicht betroffen. Trump wirft Iran vor, die Welt zu erpressen, und will mit der Blockade die strategische Kontrolle über die Wasserstraße zurückgewinnen sowie Iran von Öleinnahmen abschneiden. Schiffe, die Gebühren an Iran gezahlt haben, werden beschlagnahmt.
Hintergrund und internationale Reaktionen
Die Blockade folgt auf gescheiterte Friedensverhandlungen in Islamabad, bei denen Iran sich weigerte, sein Atomprogramm aufzugeben. Trump betonte in einem Fox-News-Interview, dass Iran niemals Atomwaffen entwickeln dürfe. Großbritannien beteiligt sich nicht an der US-Blockade, sondern arbeitet mit Frankreich an einer Koalition zum Schutz der Schifffahrtsfreiheit. Die USA kündigten an, iranische Seeminen in der Meerenge räumen zu lassen, wobei sich europäische NATO-Partner beteiligen könnten. Zudem erwägen die USA neue Militärschläge, um Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.
Marktreaktionen und wirtschaftliche Auswirkungen
Die Finanzmärkte reagierten nervös: Der DAX verlor moderat, während asiatische Börsen Rückgänge verzeichneten. Die Ölpreise stiegen massiv, mit Brent-Rohöl um rund acht Prozent auf über 100 US-Dollar pro Barrel. Auch der europäische Erdgaspreis kletterte um bis zu 18 Prozent. Analysten warnen, dass hohe Energiepreise ein anhaltender Belastungsfaktor bleiben könnten. Die Blockade droht, die verbleibenden iranischen Öllieferungen von bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag zu unterbinden.
Schifffahrt und Eskalationsrisiken
Nach Angaben des Verbands Deutscher Reeder sitzen seit Kriegsbeginn über 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die iranische Marine hat ein US-Kriegsschiff davor gewarnt, die Straße von Hormus zu durchqueren, und mit einem Angriff "innerhalb von 30 Minuten" gedroht. Experten befürchten, dass Zwischenfälle bei Inspektionen schnell zu neuen militärischen Eskalationen führen könnten. Die Feuerpause steht auf dem Spiel, und die globale Wirtschaft ist zwischen den beiden konkurrierenden Blockaden gefangen.
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