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Inland 17.08.2026, 07:58

US-Bürger protestieren gegen private Überwachungskameras

120.000 Flock-Kameras erfassen Kennzeichen landesweit in Echtzeit.

Wichtige Fakten

  • 120.000 Flock-Kameras erfassen Kennzeichen landesweit in Echtzeit.
  • Firmenwert stieg von 3,5 auf 8,4 Milliarden Dollar.
  • Behörden suchten ohne richterliche Kontrolle nach Abtreibung, Protesten.
  • Mindestens 33 Kameras zerstört, 80 Gemeinden kündigten Verträge.
  • Flock verkürzt Datenspeicherung auf sieben Tage und fordert Fallnummern.

Widerstand gegen Überwachungskameras

In den USA wächst der Widerstand gegen die Kameras der Firma Flock Safety. Über 120.000 solcher Geräte sind fast landesweit installiert. Sie fotografieren Kennzeichen, Marke und Details von Fahrzeugen und speichern die Daten in einer zentralen Datenbank. Kritiker bemängeln, dass Polizeibehörden ohne richterliche Kontrolle Zugriff haben und die Kameras zur Massenüberwachung missbraucht werden.

Proteste und Sicherheitsbedenken

Landesweit wurden Masten umgesägt, Linsen besprüht und Kameras demoliert – mindestens 33 Fälle in 23 Bundesstaaten sind bekannt. Zudem haben sich über 80 Gemeinden von dem Abo-Dienst getrennt. Datenschützer und Bürgerrechtler kritisieren die fehlende Transparenz. Flock Sicherheit verweist darauf, dass die Technik helfe, Diebstähle zu klären. Doch die Kritik eint beide politische Lager – von konservativen Kommentatoren bis zu demokratischen Stadträten.

Firmenreaktion und Verschärfung der Datenschutzrichtlinien

Nach massivem Druck kündigte Flock an, Daten künftig nach nur noch sieben statt 30 Tagen zu löschen. Zudem sollen Beamte Fallnummern angeben und ein automatisierter Prüfmechanismus erkennen. Trotzdem bleibt die grundlegende Frage: Welche Regeln gelten für private Überwachungstechnik im öffentlichen Raum, die jährlich milliardenschwere Umsätze einbringt?

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