US-Handelsdefizit trotz Zöllen kaum gesunken
Wichtige Fakten
- • US-Handelsdefizit 2025: 901,5 Mrd. USD, nur 2 Mrd. USD weniger als 2024.
- • Zölle treffen laut Studien zu 96% US-Importeure und Verbraucher.
- • Warenhandelsdefizit stieg 2025 um 2,1%, Dienstleistungsüberschuss um 8,9%.
- • Dezember 2025: Defizit stieg um fast ein Drittel auf über 70 Mrd. USD.
Handelsdefizit kaum verringert
Trotz umfangreicher Zölle, die von Präsident Donald Trump verhängt wurden, hat sich das US-Handelsdefizit im Jahr 2025 nur minimal verringert. Laut dem US-Handelsministerium betrug das Defizit etwa 901,5 Milliarden Dollar, was nur rund zwei Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr ist. Dies geht vor allem auf den Warenhandel zurück, wo das Defizit um 2,1 Prozent stieg, während der Überschuss bei Dienstleistungen um 8,9 Prozent zunahm.
Ökonomen kritisieren Zollpolitik als Eigentor
Ökonomen, darunter Forscher des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW), bewerten die Zollmaßnahmen als ineffektiv und schädlich für die USA. Eine IfW-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass 96 Prozent der Kosten der Zölle von US-Importeuren und Verbrauchern getragen werden, was die Behauptung, ausländische Staaten würden die Last tragen, als Mythos entlarvt. IfW-Forschungsdirektor Julian Hinz bezeichnet die Zölle als "Eigentor".
Politische Kontroverse und aktuelle Entwicklung
Die Zollpolitik bleibt umstritten, mit scharfer Kritik von Wirtschaftsberatern wie Kevin Hassett, der entsprechende Studien ablehnt. Zuletzt nahm das Handelsdefizit im Dezember 2025 deutlich zu, um fast ein Drittel auf über 70 Milliarden Dollar, aufgrund sinkender Exporte und steigender Importe, was die anhaltenden Herausforderungen unterstreicht.
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