USA starten „Project Freedom“: Erste Schiffe durchqueren die Straße von Hormus – Iran droht mit Eskalation
Wichtige Fakten
- • USA geleiteten zwei Handelsschiffe durch die Straße von Hormus.
- • Iran bestreitet erfolgreiche Durchfahrt und spricht von Piraterie.
- • Iran greift erstmals seit Waffenruhe VAE mit Raketen und Drohnen an.
- • Ölpreis Brent fällt leicht auf ca. 113 Dollar pro Barrel.
- • IWF warnt vor schwerer globaler Wirtschaftskrise bei Ölpreis von 125 Dollar.
Erste Schiffe durchqueren die Straße von Hormus unter US-Eskorte
Die US-Armee hat im Rahmen der Operation „Project Freedom“ erstmals zwei US-Flaggenschiffe durch die Straße von Hormus geleitet. Laut Pentagon konnten die Schiffe trotz iranischen Beschusses den Golf verlassen. Admiral Brad Cooper betonte, die Mission sei ein „erster Schritt“ zur Wiederherstellung der freien Durchfahrt. Iranische Revolutionsgarden griffen die Konvois mit Marschflugkörpern, Drohnen und Schnellbooten an, wurden jedoch von US-Kräften abgewehrt. Iran bestreitet, dass Schiffe die Straße passiert haben.
Iran greift Vereinigte Arabische Emirate an – erste Verstöße seit Waffenstillstand
Am Montag gerieten die VAE erstmals seit dem Waffenstillstand im April ins Visier Irans. Raketen und Drohnen trafen die Ölzone von Fujairah, verletzten drei indische Staatsbürger und verursachten begrenzte Schäden. Die VAE-Luftabwehr fing 15 Raketen und vier Drohnen ab. Der Iran zeigte sich zunächst verantwortlich und bezeichnete die Aktion als Reaktion auf das „Abenteurertum der USA“. Saudi-Arabien, Großbritannien und Pakistan verurteilten die Angriffe und riefen zur Deeskalation auf.
Wirtschaftliche Auswirkungen und internationale Reaktionen
Die Ölpreise fielen am Dienstag leicht, nachdem sie am Montag um fast 6 % gestiegen waren. Brent-Rohöl notierte bei etwa 113 Dollar pro Barrel. Die Aktienmärkte in Asien gaben nach. Der IWF warnte, ein längerer Konflikt mit Ölpreisen um 125 Dollar könnte die Weltwirtschaft schwer belasten. Japan importierte erstmals russisches Öl aus dem Sachalin-Projekt, um die Versorgung zu diversifizieren.
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