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Politik 01.09.2026, 00:49 Aktualisiert: 01.09.2026, 06:01

US-Öl-Deal mit Venezuela: Kritik und unklare Bedingungen

Trump verkündet US-Kontrolle über Ölvorkommen in Venezuela.

Wichtige Fakten

  • Trump verkündet US-Kontrolle über Ölvorkommen in Venezuela.
  • Rodríguez verspricht Einnahmen von 204 Milliarden Dollar für Venezuela.
  • Dauer des Abkommens: Trump nennt 100, Rodríguez 25 Jahre.
  • Kritiker: Rodríguez fehle Legitimität, das Abkommen abzuschließen.
  • Erdbeben verschärfen wirtschaftliche und humanitäre Lage Venezuelas.

Öl-Deal zwischen USA und Venezuela

Die USA haben sich die Kontrolle über einen erheblichen Teil der Ölvorkommen Venezuelas gesichert. Laut US-Präsident Donald Trump umfasst das Abkommen Reserven, die die amerikanischen aufstocken sollen. Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez betont hingegen, dass Venezuela das Eigentum und die Souveränität über ihre Ressourcen behalte und dass das Land durch Arbeitsplätze, Investitionen und höhere Staatseinnahmen langfristig profitieren werde. Einzelheiten des Deals wurden jedoch nicht veröffentlicht, und viele wichtige Punkte sind umstritten, wie die Laufzeit: Trump spricht von 100 Jahren, Rodríguez von 25.

Kritische Stimmen und Skepsis in der Bevölkerung

Ökonomen wie Manuel Sutherland und der Harvard-Professor Ricardo Hausmann äußern Zweifel an der technischen Grundlage sowie an der Legitimität des Abkommens. Rodríguez werde weder verfassungsmäßig noch politisch ermächtigt, das Land zu einem solchen Schritt zu verpflichten. Zudem zweifeln sie an den versprochenen Milliarden, da die Regierung in der Vergangenheit Öleinnahmen nicht im Sinne der Bevölkerung verwaltet hat. Viele Venezolaner reagieren skeptisch, zumal ihre wirtschaftliche Lage durch das schwere Erdbeben im Juni katastrophal ist und die Wut auf die Regierung zunimmt.

Politische Motive für den Deal

Jesús Renzullo, Politikwissenschaftler am GIGA-Institut, sieht im Öl-Deal eine Strategie der venezolanischen Regierung, um an der Macht zu bleiben. Sie rechne damit, dass Investitionen erst nach Jahren wirken und hoffe auf einen Regierungswechsel in den USA, da die Demokraten weniger Druck ausüben könnten. Durch die Vereinbarung sichere sie sich das Wohlwollen der aktuellen US-Administration und versuche gleichzeitig, Zeit zu gewinnen, um in Zukunft bei freien Wahlen bessere Chancen zu haben.

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