US-Senat bestätigt Kevin Warsh als neuen Fed-Chef
Wichtige Fakten
- • Kevin Warsh wird neuer Fed-Vorsitzender.
- • Trump drängt auf niedrigere Zinsen.
- • Fed-Unabhängigkeit unter Druck.
- • Demokraten kritisieren Warsh als Trumps Marionette.
US-Notenbank bekommt neuen Chef
Der US-Senat wird voraussichtlich noch diese Woche Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve bestätigen. Die Abstimmung dürfte entlang der Parteigrenzen verlaufen, während Demokraten Warsh als „Marionette“ von Präsident Donald Trump kritisieren. Fed-Chef Jerome Powell tritt nach einem von Trump angestrengten Strafverfahren wegen Umbaukosten zurück, bleibt aber als Gouverneur im Amt.
Warsh positioniert sich als Zins-Falke
Warsh, der von 2006 bis 2011 Fed-Gouverneur war, galt während der Finanzkrise als Inflationsfalke. Nun hat er sich in einem Gastbeitrag der Wall Street Journal den Vorstellungen Trumps angeschlossen, wonach die Zinsen zu hoch seien. Vor dem Senat versprach er, unabhängig zu handeln, weigerte sich jedoch zu sagen, ob Trump die Wahl 2020 verloren hatte.
Fed-Unabhängigkeit in Gefahr
Ausgerechnet der abtretende Fed-Chef Powell hielt in seiner letzten Pressekonferenz eine deutliche Rede zur Unabhängigkeit der Notenbank. Er sagte, die Institution werde „vor Gerichten um ihre Fähigkeit kämpfen müssen, Geldpolitik ohne politische Einflussnahme zu betreiben“. Trotz öffentlichen Bekenntnisses zur Eigenständigkeit sehen Beobachter eine faktische Unterordnung des neuen Chefökonomen unter Präsident Trump.
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