US-Senatorin Warren fordert Aufklärung von Barclays zu Epstein-Verbindungen
Wichtige Fakten
- • Senatorin Warren kritisiert Barclays' mangelnde Untersuchung von Staleys Epstein-Verbindungen.
- • Barclays bestätigte Staleys FCA-Angabe ohne tiefergehende Prüfung.
- • Staley verlor Gerichtsverfahren zur Aufhebung des Berufsverbots in Großbritannien.
Vorwürfe gegen Barclays
Die US-Senatorin Elizabeth Warren hat Barclays in einem Brief an Aufsichtsratschef Nigel Higgins schwerwiegende Versäumnisse bei der Aufklärung der Verbindungen zwischen dem früheren CEO Jes Staley und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vorgeworfen. Warren, ranghöchste Demokratin im Bankenausschuss des Senats, bezeichnete es als „kaum nachvollziehbar, wie Barclays bei der vorgeblichen Untersuchung von Staleys Epstein-Verbindungen diese jahrzehntelange Beziehung nicht aufdecken konnte“.
Forderungen und Hintergründe
Der Brief, den auch die Kongressabgeordneten Ro Khanna und Raja Krishnamoorthi unterzeichneten, gibt Barclays zwei Wochen Zeit, um eine Reihe von Fragen zu beantworten, unter anderem zu Prüfungen von Mängeln im Einstellungsprozess für Führungskräfte. Die Abgeordneten berufen sich auf Erkenntnisse aus einem britischen Gerichtsverfahren, in dem Staley erfolglos gegen das Berufsverbot durch die Finanzaufsicht FCA geklagt hatte. Dabei war bekannt geworden, dass Higgins nicht nach Staleys letztem Epstein-Kontakt gefragt hatte, bevor er der FCA erklärte, dieser liege lange vor Staleys Amtszeit.
Reaktion von Barclays
Ein Barclays-Sprecher erklärte, die britische Regulierungsbehörde sei zu dem Schluss gekommen, dass Barclays von Staley getäuscht worden sei. Man habe auf Basis der damals verfügbaren Informationen ermittelt. Neue Erkenntnisse aus der Zeit vor Staleys Einstellung hätten gezeigt, dass er auch das Institut getäuscht habe. Der Brief wurde wenige Stunden vor einer nicht-öffentlichen Anhörung Staleys vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses übermittelt.
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