Trump droht mit deutlich größerem Truppenabzug aus Deutschland
Wichtige Fakten
- • Trump kündigt Abzug von „weit mehr als 5.000“ Soldaten an.
- • Republikaner kritisieren Entscheidung und warnen vor falschem Signal an Putin.
- • Deutschlands Verteidigungsausgaben auf 3,1 % des BIP gestiegen.
- • Pistorius bezeichnet Abzug als erwartbar, Nato sucht Klärung.
- • Trump brachte Teilabzug in Italien und Spanien ins Spiel.
Trump kündigt massiven Truppenabzug an
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Truppenpräsenz in Deutschland „um weit mehr als 5.000“ Soldaten zu reduzieren. Am Vortag hatte das US-Verteidigungsministerium bereits einen Teilabzug von 5.000 Soldaten angeordnet. Die genaue Zahl bleibt unklar, ebenso wie die möglichen Folgen für weitere europäische Standorte, da Trump auch einen Teilabzug in Italien und Spanien ins Spiel brachte.
Scharfe Kritik aus den eigenen Reihen
Die führenden Republikaner im Kongress, Senator Roger Wicker und Abgeordneter Mike Rogers, äußerten sich besorgt. Sie betonten, Deutschland habe auf US-Forderungen reagiert und seine Verteidigungsausgaben erhöht. Ein voreiliger Abzug könne die Abschreckung schwächen und ein falsches Signal an Russlands Präsidenten Wladimir Putin senden. Sie schlugen vor, die 5.000 Soldaten nach Osteuropa zu verlegen. Auch der polnische Premierminister Donald Tusk warnte vor einer „Desintegration der Allianz“.
Reaktionen aus Deutschland und der NATO
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnete den Abzug als „erwartbar“ und bemühte sich um Deeskalation. Die militärische Kooperation mit den USA gehe trotz allem weiter. Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland liege im Interesse beider Seiten. Laut Angaben des Bundesverteidigungsministeriums sind derzeit fast 40.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert – die höchste Zahl in Europa. Die NATO forderte klärende Gespräche mit Washington. Insgesamt sind in Europa derzeit etwa 86.000 US-Soldaten stationiert.
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