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Politik 30.08.2026, 13:00 Aktualisiert: 30.08.2026, 15:02

US-Umweltbehörde EPA unter Beschuss: Flammschutzmittel TBBPA und manipulierte Sicherheitsdaten

TBBPA steht im Verdacht, krebserregend zu sein und Kindern zu schaden.

Wichtige Fakten

  • TBBPA steht im Verdacht, krebserregend zu sein und Kindern zu schaden.
  • Unabhängige Forschung sieht Gefahr durch TBBPA in US-Hausstaub.
  • EPA-Ausschuss enthält industriefinanzierte Wissenschaftler, die Kritik hervorruft.

Kernvorwurf: Manipulierte Risikobewertung

Öffentliche Gesundheitsanwälte erheben schwere Vorwürfe gegen die US-Umweltbehörde EPA: Sie manipuliere Sicherheitsdaten zu TBBPA, einem widerstandsfähigen Flammschutzmittel, das im gesamten Land eingesetzt wird. Der Chemikalie wird vorgeworfen, Krebs zu verursachen und insbesondere Kinder zu gefährden, die über Hausstaub oder Produkte wie Zahnbürsten und Kinderschlafanzüge damit in Kontakt kommen.

Bedrohung für Kinder und öffentliche Gesundheit

Unabhängige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass TBBPA in Hausstaub und Konsumgütern kombiniert ein Gesundheitsrisiko darstellt, insbesondere für Kleinkinder, die häufig Hände in den Mund nehmen. Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft TBBPA als wahrscheinlich krebserregend ein, und es steht im Verdacht, Störungen des Hormonhaushalts sowie Schäden an Nerven- und Immunsystem von Kindern zu verursachen.

Umstrittenes Vorgehen der EPA

Kritiker werfen der EPA vor, abweichende wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert zu haben, um TBBPA ohne Einschränkungen zu belassen. Die Behörde stützt sich dabei stark auf Industrieexperten und langfristige Branchenstudien, deren Unabhängigkeit und Rechtmäßigkeit Umweltorganisationen in Frage stellen. Zudem habe die EPA in neue Ausschüsse Industrieinteressenvertreter mit erheblichen Interessenkonflikten berufen, unter anderem den Toxic-Forensic-Spezialisten Michael Dourson, anstatt auf hinreichend unabhängige Investigatoren zu setzen.

Quellen mischen Gesinnung und Expertise

Wissenschaftlern und Wissenschaftsverbänden zufolge stützt sich die EPA insbesondere auf Arbeitsmaterialien von Instituten, deren Vorgehen bereits in anderen Regulierungsfeldern kritisiert wurde. So geht der Vorwurf als einer zentralen Vorteilsmeldung in Untersuchungen ein, dass Hintergrund und Industriförderung nicht ausreichend von Fachwissen in dieser Toxizitätsfrage trennbar ist.

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