Umstrittene ICE-Razzien in Minnesota werden nach tödlichen Vorfällen beendet
Wichtige Fakten
- • ICE-Razzien führten zu Todesfällen zweier US-Bürger in Minneapolis.
- • Über 4.000 Migranten wurden in Minnesota festgenommen.
- • Präsident Trump ordnete Abzug von 700 Grenzschutzbeamten an.
- • Lokale Behörden kritisierten das Vorgehen als verfassungswidrig.
- • Abzug von noch 2.000 Einsatzkräften bis nächste Woche geplant.
Einsatzende nach Eskalation
Die umstrittenen Razzien der US-Einwanderungsbehörde ICE im Bundesstaat Minnesota werden nach Angaben von Grenzschutz-Kommandeur Tom Homan beendet. Homan erklärte, Präsident Donald Trump habe dem Vorschlag zugestimmt, die als "Operation Metro Surge" bezeichnete Maßnahme abzuschließen, wobei bis zur kommenden Woche noch rund 2.000 verbliebene Einsatzkräfte abgezogen werden sollen. Die Einsätze waren Teil der rigorosen Abschiebepolitik der Trump-Regierung und hatten zu landesweiten Protesten geführt.
Tödliche Zwischenfälle und Widerstand
Bei den ICE-Razzien wurden im Januar zwei US-Bürger in Minneapolis getötet: Renee Good am 7. Januar und Alex Pretti. Diese Vorfälle lösten massive Kritik und Demonstrationen aus, wobei Bürgermeister Jacob Frey den angekündigten Abzug als Erfolg der Proteste bezeichnete. Die demokratische Führung unter Gouverneur Tim Walz und Frey bestritt die Darstellung der Bundesregierung, dass die Operation erfolgreich Kriminelle bekämpft habe, und nannte das Vorgehen einen unrechtmäßigen Angriff auf den Bundesstaat.
Politische und wirtschaftliche Folgen
Die ICE-Einsätze hinterließen laut lokalen Behörden erhebliche wirtschaftliche Schäden, mit geschätzten wöchentlichen Verlusten von 10 bis 20 Millionen US-Dollar für Unternehmen in Minneapolis. Gouverneur Walz kündigte einen Notfallfonds für betroffene Kleinunternehmen an und sprach von einem Trauma für Generationen in Minnesota. Trotz des angekündigten Abzugs bleiben Fragen zu den Todesfällen und der Aufarbeitung offen, während die politischen Auseinandersetzungen um Einwanderungspolitik auf Bundesebene weitergehen, wobei Homan betonte, dass keine Abkehr von Massenabschiebungen geplant sei.
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