USA erklären brasilianische Drogenbanden zu Terrororganisationen
Wichtige Fakten
- • USA stufen PCC und Comando Vermelho als Terrororganisationen ein.
- • Brasiliens Präsident Lula kritisiert die Entscheidung scharf.
- • Experten sehen Gefahr für bilaterale Beziehungen zwischen Brasilien und USA.
- • US-Präsident Trump unterstützt offenbar Flavio Bolsonaro als Gegenkandidat Lulas.
USA erklären brasilianische Drogenbanden zu Terrororganisationen
Die USA haben Ende Mai die beiden mächtigsten brasilianischen Verbrechersyndikate, das PCC und das Comando Vermelho, zu Terrororganisationen erklärt. Außenminister Marco Rubio begründete den Schritt damit, dass die Banden zu den brutalsten kriminellen Organisationen Brasiliens gehörten und ihr Einfluss bis in die USA reiche.
Scharfe Kritik aus Brasilien
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva reagierte empört und betonte, dass Brasiliens nationale Souveränität nicht verhandelbar sei. Die Regierung warnte vor willkürlichen Maßnahmen aus dem Ausland, die als Vorwand genutzt werden könnten, um Brasiliens Wirtschaft und Souveränität anzugreifen.
Experten sehen die Entscheidung im Kontext einer umfassenderen Druckausübung der USA auf Brasilien, insbesondere um das Land wirtschaftlich und politisch von China zu distanzieren. Brasilianische Sicherheitsexperten befürchten zudem, dass die Zusammenarbeit von FBI und brasilianischer Polizei in dem Bereich erschwert wird, da die Zuständigkeit nun auf die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA übergeht.
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