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International 14.03.2026, 03:31 Aktualisiert: 14.03.2026, 15:05

Zwei Wochen Iran-Krieg: Eskalation der Gewalt und wachsende regionale Konflikte

Die USA zerstörten über 90 militärische Ziele auf der iranischen Insel Kharg, verschonten aber die Ölinfrastruktur.

Wichtige Fakten

  • Die USA zerstörten über 90 militärische Ziele auf der iranischen Insel Kharg, verschonten aber die Ölinfrastruktur.
  • Iran feuerte über 3.000 Raketen und Drohnen auf US-Verbündete am Golf ab und blockiert die Straße von Hormus.
  • Bei Angriffen auf die US-Botschaft in Bagdad und im Libanon wurden mindestens 12 medizinische Mitarbeiter getötet.
  • Hamas fordert Iran auf, Angriffe auf Golfstaaten einzustellen, während die Hisbollah sich auf lange Konfrontation einstellt.
  • Im US-Republikanerlager zeigen sich deutliche Spaltungen über den Krieg, mit sinkender Unterstützung in der Bevölkerung.

Eskalation nach zwei Wochen Krieg

Zwei Wochen nach Beginn des Angriffskriegs der USA und Israels gegen den Iran breitet sich ein geopolitischer Flächenbrand aus. Die USA zerstörten über 90 militärische Ziele auf der strategischen Ölinsel Kharg, darunter Lager für Seeminen und Raketenbunker, verschonten aber die Ölinfrastruktur. Als Reaktion blockiert Iran erstmals seit 1979 die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel, und setzt damit die Weltwirtschaft unter Druck.

Massive iranische Vergeltungsschläge

Iran feuerte mehr als 3.000 Raketen und Drohnen auf US-Verbündete am Golf ab, traf Flughäfen, US-Radareinrichtungen, Häfen und Erdölanlagen. Die Hoffnung Washingtons auf einen Sturz des Regimes durch Luftangriffe erwies sich als „allzu optimistisch“. Das Regime nimmt militärische Verluste in Kauf, solange die Herrschaft der islamischen Geistlichkeit aufrechterhalten bleibt, und droht der Bevölkerung offen mit Mord.

Regionale Ausweitung der Gewalt

Die Gewalt weitet sich auf Nachbarländer aus: Bei einem israelischen Luftangriff im Süden des Libanon wurden mindestens 12 Mitarbeiter des Gesundheitswesens getötet. Die US-Botschaft in Bagdad wurde zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn angegriffen. Die Hisbollah feuert weiter Raketen auf Israel und bereitet sich auf eine lange Konfrontation vor. Selbst Hamas fordert Iran in einer seltenen Stellungnahme auf, Angriffe auf Golfstaaten einzustellen.

Innenpolitische Spaltungen in den USA

In den USA zeigen sich deutliche Spaltungen im republikanischen Lager über den Krieg. Während 89% der Demokraten die Militäraktion ablehnen, unterstützen 77% der Republikaner sie – allerdings sinkt die Zustimmung bei Nicht-MAGA-Anhängern auf etwa 50%. Einflussreiche Stimmen wie Tucker Carlson und Marjorie Taylor Greene kritisieren Trump scharf für den Bruch seiner Anti-Kriegs-Versprechen. Die öffentliche Unterstützung für den Präsidenten bleibt trotz des Krieges niedrig.

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