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International 04.05.2026, 00:57 Aktualisiert: 04.05.2026, 08:01

Straße von Hormus: Iran droht USA mit Angriff, Trump kündigt Geleitschutz an

Iran droht US-Streitkräften bei Einfahrt in die Straße von Hormus mit Angriffen.

Wichtige Fakten

  • Iran droht US-Streitkräften bei Einfahrt in die Straße von Hormus mit Angriffen.
  • Trump kündigt ab Montag die Eskortierung festsitzender Schiffe aus der Meerenge an.
  • Irans Befehlshaber Abdollahi: Meerengensicherheit liegt in unseren Händen.
  • Tanker in der Straße von Hormus meldet Treffer durch unbekannte Projektile.
  • 47 Schiffe mit deutschem Bezug liegen in der Region fest.EU sucht Vermittlung.

Iranische Drohungen und US-Ankündigungen

Die Spannungen in der Straße von Hormus erreichen einen neuen Höhepunkt: US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die USA ab Montag damit beginnen, festsitzende Schiffe aus der strategisch wichtigen Meerenge zu eskortieren. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump am Sonntag, man werde Schiffe aus Ländern, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt sind, sicher herausführen. Er drohte „mit Härte“ gegen mögliche Behinderungen durch Iran. Der iranische Befehlshaber des Zentralkommandos, Ali Abdollahi, reagierte postwendend: Der Iran werde jedes US-Militär angreifen, das versuche, in die Meerenge einzudringen. „Die Sicherheit der Straße von Hormus liegt in unseren Händen“, erklärte er. Zuvor hatte bereits die iranische Sicherheitskommission jede US-Einmischung als Verstoß gegen die bestehende Waffenruhe gewertet.

Gescheiterte Diplomatie und erste Angriffe

Noch am Montag meldete die britische UKMTO, dass ein Tanker etwa 78 Seemeilen nördlich von Fujairah (Vereinigte Arabische Emirate) von „unbekannten Projektilen“ getroffen wurde – erste militärische Reaktion auf die Eskalation. Der Vorfall zeige, dass die Durchfahrt extrem gefährlich sei, teilte das US Maritime Liaison Office mit. Der Verband Deutscher Reeder bestätigte, dass mit 47 Schiffen unter deutscher Flagge weiterhin zehntausende Seeleute nicht auslaufen können – die beginnende Befreiungsaktion sei ihre letzte Hoffnung.

Nato und Deutschland in der Krise

Angesichts der lautstarken Forderungen Trumps und seiner Abkündigung von Zöllen sowie Truppenabzug aus Deutschland bemühte sich Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Rande des Europagipfels in Eriwan um Schadensbegrenzung. Er sprach von der Enttäuschung des Westens, erhöhe jedoch die Einsatzbereitschaft wie mit Minenjägern der deutschen „Fulda“ im Mittelmeer – deutliche Zeichen für eine weiterhin gefährlich unklare Frontlage. Die EU-Mission „Aspides“ signalisiert sich zögerlich für eine Übernahme humanitärer Escort-Kommandos.

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