Nach 13 Nächten: Iran schlägt mit Drohnen gegen US-Ziele zurück
Wichtige Fakten
- • USA greifen Iran 13. Nacht in Folge an.
- • Iran führt Vergeltungsangriffe mit Drohnen auf US-Stützpunkte durch.
- • Vier Tote und fünf Verletzte bei US-Angriffen im Südwesten Irans.
- • USA wollen eingefrorene iranische Vermögen für Kriegsschäden nutzen.
- • Ölpreis steigt über 100 Dollar pro Barrel.
Fortsetzung der US-Angriffe und iranische Vergeltung
Seit fast zwei Wochen führen die USA nächtliche Militärschläge gegen Iran durch. Auch in der 13. Nacht in Folge griff die US-Armee nach eigenen Angaben militärische Ziele in Iran an. Der jüngste Angriff begann um 18:45 Uhr US-Ostküstenzeit und dauerte über zwei Stunden. Das US-Kommando Centcom erklärte, Ziel sei es, Iran zur Rechenschaft zu ziehen und die Bedrohung der Handelsschifffahrt durch die Revolutionsgarde zu verringern. Ins Visier genommen wurden Kommandozentralen, Drohnenlager und Küstenüberwachungsanlagen.
Auswirkungen auf die Region
Örtliche Medien berichteten von Explosionen nahe den Städten Ahwaz, Andimeschk, Omidiyeh sowie der Insel Gheschm und Bandar Abbas. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, Ziel sei ein auch von den USA genutzter Stützpunkt gewesen. Iran führte als Vergeltung Drohnenangriffe auf US-Einrichtungen in Kuwait, Bahrain und Jordanien durch, während Sirenen heulten und Flüge in Erbil vorübergehend ausgesetzt wurden. Iranische Staatsmedien berichteten von vier Toten und fünf Verletzten im Südwesten des Landes.
Eskalation durch Zahlungskonflikt
US-Präsident Donald Trump kündigte an, eingefrorene iranische Vermögen zur Deckung von Kriegsschäden zu nutzen. Der iranische Außenminister Araghchi nannte dies einen „brandgefährlichen Präzedenzfall“. Die Spannungen liegen zudem in einem gescheiterten Waffenstillstandsabkommen vom Juni begründet, das nur drei Wochen hielt. Der Ölpreis stieg infolge der Krise auf über 100 Dollar pro Barrel.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.