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International 22.06.2026, 01:00 Aktualisiert: 22.06.2026, 18:02

Iran-USA-Verhandlungen: Fahrplan für Frieden, aber Golfstaaten und Libanon bleiben Hürden

60-Tage-Fahrplan für Friedensabkommen vereinbart.

Wichtige Fakten

  • 60-Tage-Fahrplan für Friedensabkommen vereinbart.
  • Arbeitsgruppen zu Atomprogramm und Sanktionen eingerichtet.
  • Kommunikationskanal für Straße von Hormus geschaffen.
  • Iran stimmt Wiederzulassung von IAEA-Inspektoren zu.
  • Konfliktlösungsstab für Libanon-Vereinbarung steht noch aus.

Erste Verhandlungsrunde erfolgreich: Fahrplan für 60-Tage-Abkommen

Die erste direkte Verhandlungsrunde zwischen den USA und Iran in der Schweiz ist mit einem Fahrplan für ein 60-Tage-Abkommen zu Ende gegangen. Die Vermittler Katar und Pakistan vermeldeten in einer gemeinsamen Erklärung erhebliche Fortschritte. US-Vizepräsident JD Vance sprach von einer guten Grundlage für einen endgültigen Deal. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibauführte die iranische Delegation an, Außenminister Araghtschi lobte die konstruktive Atmosphäre. In den nächsten Tagen sollen Arbeitsgruppen auf technischer Ebene unter anderem Irans Atomprogramm, westliche Sanktionen und die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus verhandeln. Ziel ist ein finales Abkommen innerhalb von 60 Tagen.

US-Vize Vance: IAEA-Inspektoren sollen noch diese Woche zurückkehren

US-Vizepräsident JD Vance erklärte, Iran habe der Wiederzulassung von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zugestimmt. Die Gespräche mit der IAEA könnten bereits heute beginnen, so Vance. Bisher hatte Iran den Inspektoren den Zugang zu seinen Urananreicherungsanlagen verweigert, die bei den israelischen und US-Angriffen im Juni 2025 beschädigt worden waren. Auch Mechanismen zur Verwaltung eingefrorener Vermögenswerte und die Einhaltung von Waffenruhen wurden vereinbart. Die IAEA-Überwachung ist ein zentraler Punkt für die internationale Gemeinschaft.

Golfstaaten reagieren verhalten: Iran gestärkt, Misstrauen gegen die USA?

Trotz öffentlicher Zustimmung sind die Golfstaaten hinter den Kulissen besorgt: Sie sehen das Abkommen als zu nachgiebig gegenüber Iran, vor allem weil die Bedrohung durch iranische Drohnen, Raketen und Milizen nicht ausreichend thematisiert werde. Saudi-Arabien, Katar und Die VAE hoffen auf eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus, aber Irans Forderung nach einer Maut wird abgelehnt. Beobachter sprechen von einer Schwächung des US-Einflusses in der Region. Die Golfstaaten verstärken daher militärische Kooperationen mit der Ukraine (Drohnenabwehr) und Frankreich (Militärabkommen) sowie die Diversifizierung der Ölversorgung.

Libanon-Konflikt bleibt größter Stolperstein

Obwohl im Libanon aktuell eine fragile Waffenruhe herrscht, gibt es massive Hürden: Israel macht den Rückzug seiner Truppen aus dem Süden Libanons vom Schutz seiner Nordgrenze abhängig, während die Hisbollah auf einem Ende der israelischem Aggression besteht. Ein Konfliktlösungsstab zwischen den USA, Iran und dem Libanon soll die Gefechte beenden – Irans Außenminister Araghtschi bezeichnet dies als ersten „echten Test" des Rahmenabkommens. Die libanesische Regierung hofft auf Verhandlungen mit Israel in Washington, die Armee ist jedoch zu schwach, um beide Seiten von Gewalt abzuhalten.

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