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International 29.07.2026, 06:46 Aktualisiert: 29.07.2026, 12:02

Neue Eskalation am Golf: USA und Saudi-Arabien bombardieren pro-iranische Milizen im Irak

Mindestens 20 PMF-Kämpfer bei US-Saudi-Angriffen im Irak getötet.

Wichtige Fakten

  • Mindestens 20 PMF-Kämpfer bei US-Saudi-Angriffen im Irak getötet.
  • Iran feuert ballistische Raketen auf US-Stützpunkt in Jordanien ab.
  • US-Zentralkommando erklärt Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien.
  • OPEC+ sorgt sich um Ölversorgung; Ölpreis Brent bei 87,70 Dollar.
  • Huthis beanspruchen Angriffe auf saudische Ölanlagen für sich.

Erneute Luftangriffe auf Milizen

Die USA und Saudi-Arabien haben in der Nacht zum 29. Juli 2026 erneut Stellungen pro-iranischer Milizen im Irak bombardiert. Ziel der koordinierten Präzisionsschläge waren nach CENTCOM-Angaben Logistik- und Waffenlager, die von der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) genutzt werden. Die Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein Verbund irakischer Milizen, meldeten mindestens 20 getötete und 32 verwundete Kämpfer. Der Irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi berief nach den Angriffen eine Notsitzung des Nationalen Sicherheitsrates ein.

Iranischer Raketenbeschuss abgewiesen

Stunden zuvor hatte der Iran nach US-Darstellung einen „groß angelegten Überraschungsangriff“ mit ballistischen Raketen auf eine US-Basis in Jordanien gestartet. Alle Raketen seien abgefangen worden, das jordanische Militär berichtet von der Zerstörung von fünf Raketen. Der Iran-Experte Hamidreza Azizi vermutet einen Zusammenhang mit dem zeitgleichen Besuch von Israels Premier Netanjahu im Weißen Haus; die Raketen könnten als Warnung an Washington gemeint sein.

Auswirkungen auf den Ölmarkt

Die iranischen Revolutionsgarden gaben zudem an, drei Öltanker in der Straße von Hormuz attackiert zu haben. Der internationale Ölpreis für Brent-Rohöl stieg infolgedessen um 4,3% auf 87,70 US-Dollar pro Barrel, nachdem er während der kurzzeitigen Waffenpause gefallen war. Auch die Huthi-Rebellen im Jemen beteiligen sich an den Kursänderungen und demonstrieren ihre Fähigkeit, die Schifffahrt im Roten Meer zu stören.

Hintergründe des Konflikts

Die jüngsten Aktionen sind Teil einer Serie von Vergeltungsschlägen nach jahrelangem Kleinkrieg amerikanischer und iranischer Kräfte. Die USA und Saudi-Arabien machen die IRGC und ihr nahestehende Milizen für über 30 Drohnenangriffe innerhalb von 72 Stunden auf saudische Ölanlagen und US-Kräfte verantwortlich. Der Iran bestreitet jede Verbindung zu den Angriffen. Weder der Westen noch Iran legen aktuell Wert auf eine diplomatische Lösung: Trump erklärte zwar, laufenden Verhandlungen eine Chance geben zu wollen, die Gewaltentwicklung deutet jedoch weiterhin auf eine destruktive Eskalation hin.

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