USA verlegen Raketenabwehrsystem von Südkorea in den Nahen Osten
Wichtige Fakten
- • Thaad-Systeme wurden 2017 in Südkorea gegen nordkoreanische Bedrohungen stationiert.
- • Die USA verlegen nun Teile davon wegen des Konflikts mit Iran in den Nahen Osten.
- • Südkorea äußerte öffentlich Opposition, kann die Verlegung aber nicht verhindern.
- • China bleibt bei seiner Ablehnung der Thaad-Stationierung in Südkorea.
- • Ein Thaad-System kostet etwa 1 Mrd. Dollar und benötigt 100 Bedienungspersonal.
Verlegung im Konflikt mit Iran
Die USA verlegen Teile ihres Raketenabwehrsystems Thaad (Terminal High-Altitude Area Defense) von Südkorea in den Nahen Osten, wie US-Beamte und südkoreanische Medien berichten. Dies erfolgt im Kontext des anhaltenden Konflikts zwischen den USA/Israel und Iran, bei dem Iran bereits über 500 ballistische Raketen abgefeuert hat. Thaad ist speziell zur Abwehr hochfliegender Raketen konzipiert und soll die US-Verteidigungskapazitäten in der Region stärken, nachdem Berichte über die Zerstörung eines Thaad-Radars in Jordanien durch Iran auftauchten.
Reaktionen aus Südkorea und China
Südkoreas Präsident Lee Jae-myung bestätigte, dass sein Land „Opposition“ zur Verlegung geäußert hat, aber die Position nicht vollständig durchsetzen kann. China, das die Stationierung von Thaad in Südkorea seit 2017 kritisiert, bekräftigte seine Ablehnung. Die Verlegung könnte Chinas Sicherheitsbedenken mildern, wird aber nur als vorübergehende Maßnahme betrachtet.
Strategische Implikationen
Die Verlegung deutet auf eine Überlastung der US-Raketenabwehr im Nahen Osten hin und könnte die US-Fähigkeiten in anderen Regionen wie dem indo-pazifischen Raum beeinträchtigen. Beobachter warnen, dass ein längerer Konflikt mit Iran US-Ressourcen erschöpfen und die Reaktion auf Notfälle anderswo erschweren könnte.
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