Erdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf 3.342
Wichtige Fakten
- • Offizielle Zahl der Todesopfer auf 3.342 gestiegen.
- • 16.740 Verletzte registriert.
- • Mindestens 190 Gebäude zerstört und 856 beschädigt.
- • Rund 11.000 in 79 Notunterkünften, 50.000 Menschen vermisst.
- • Psychologen berichten von Suizidrisiko unter Überlebenden.
Zahl der Todesopfer steigt auf 3.342
Nach dem schweren Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der bestätigten Todesopfer offiziellen Angaben auf 3.342 gestiegen. Zudem gab es etwa 16.740 Verletzte, wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte. Mehr als 17.000 Menschen wurden obdachlos. Nach wie vor gelten nach UN-Schätzungen bis zu 50.000 Menschen als vermisst, obwohl die Regierung dazu keine eigenen Angaben macht.
Zerstörung und Hilfsarbeiten
Die Beben zerstörten mindestens 190 Gebäude vollständig und beschädigten über 856 weitere, darunter auch Krankenhäuser. Mittlerweile räumen schwere Maschinen die Trümmer in der schwer betroffenen Küstenregion La Guaira. Trotz der Erdbeben vor über einer Woche gibt es kaum Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Ausländer und Zivilisten ersetzen vielerorts die schwerfällig agierende Regierung, die immer mehr in die Kritik gerät.
Psychologische Nothilfe gefordert
Immer noch leben viele Überlebende aus Angst vor Nachbeben in provisorischen Zelten. Die Betreuung durch Psychologen vor Ort läuft, doch es fehlt an Medikamenten, insbesondere Psychopharmaka, und professionell ausgebildeten Psychologenteams. Die internationale Gemeinschaft wird weiterhin dringend um Spenden gebeten. Aus den Not- und Hilfsprogrammen soll langfristig dauerhafte Unterstützung für die Hinterbliebenen werden.
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