Teilen:
Zunehmende Angriffe auf Asylanwälte und Richter in Großbritannien
In Großbritannien sehen sich Anwälte und Richter im Asylrecht zunehmenden Bedrohungen und Beleidigungen ausgesetzt.
Wichtige Fakten
- • In Großbritannien sehen sich Anwälte und Richter im Asylrecht zunehmenden Bedrohungen und Beleidigungen ausgesetzt.
- • Harjap Bhangal, ein spezialisierter Asylanwalt, wurde mehrfach öffentlich beleidigt und bedroht.
- • Rechtsradikale verbreiten Listen mit den Namen von Asylanwälten, um diese einzuschüchtern.
- • Der konservative Politiker Robert Jenrick hat bei einem Parteitag die Arbeit von Richtern angegriffen und Vertreter der Justiz diskreditiert.
- • Jacob Rees-Mogg und andere konservative Stimmen tragen zu einer vergifteten öffentlichen Debatte bei.
- • Die Anwaltskammern im Vereinigten Königreich sind über diese Entwicklungen alarmiert.
- • Seit dem Brexit-Referendum 2016 haben die Angriffe kontinuierlich zugenommen.
- • Eine Spezialeinheit der Polizei wurde gegründet, um bedrohte Richter zu schützen.
In Großbritannien sind Anwälte und Richter, die im Asylrecht tätig sind, verstärkt Bedrohungen und Beleidigungen ausgesetzt. Besonders betroffen ist der Anwalt Harjap Bhangal, der über persönliche Angriffe und öffentliche Anfeindungen berichtet. Rechtsradikale Gruppen verbreiten Listen mit den Namen von Asylanwälten, um diese einzuschüchtern und davon abzuhalten, Geflüchtete zu vertreten. Die Anwaltskammern schlagen Alarm aufgrund der zunehmenden Gewalt, die sich seit dem Brexit-Referendum intensiviert hat. Der ehemalige conservative Politiker Robert Jenrick hat auf einem Parteitag die Arbeit von Richtern massiv angegriffen, indem er ohne Beweise Verbindungen zu Hilfsorganisationen unterstellte. Auch konservative Medien wie Talk TV und GB News verwenden eine hetzerische Sprache. In Reaktion auf diese Entwicklungen hat die Polizei eine Spezialeinheit zum Schutz bedrohter Richter eingerichtet. Kritiker wie die ehemalige Richterin Jane Coker sehen deutliche Parallelen zu den diffamierenden Kampagnen rechter Blätter kurz nach dem Brexit-Referendum.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.