Volksbad vor der Berliner Volksbühne: Planschen zwischen Kunst und Kritik
Wichtige Fakten
- • Temporäres Freibad vor Berliner Volksbühne geöffnet bis Oktober.
- • Eintritt kostenlos, Zeitslots müssen online reserviert werden.
- • Intendant investiert 300.000 Euro aus Theatersubventionen.
- • Sanierungsstau der Bäderbetriebe beträgt 400 Millionen Euro.
- • Kritik von Steuerzahlerbund und SPD, Kartenverkauf steigend.
Ein ungewöhnliches Sommerangebot
Vor der Berliner Volksbühne können Besucherinnen und Besucher bis zum 1. Oktober in einem kostenlosen Freibad schwimmen. Der 25 Meter lange und fünf Meter breite Pool bietet Platz für bis zu 2,5 Meter Wassertiefe (eigentlich 1,30 Meter). Interessierte müssen per Internet einen Zeitslot reservieren, dieNachfrage ist enorm.
Kunstaktion mit Vorbildern
Der designierte Intendant Mathias Lilienthal versteht das Bad als eine Art lebendiges Theaterstück, das die Aufmerksamkeit auf den Verfall der Berliner Infrastruktur lenken soll. Bereits während seiner Zeit in München nutzte er kreative Aktionen, um auf soziale Missstände aufmerksam zu machen. Geplant sind zudem Schwimmkurse für Grundschulkinder.
Kritik trotz Unterstützung
Der Bund der Steuerzahler sieht die Ausgaben kritisch: Laut Landesverband fehlt das Geld für dringend notwendige Sanierung der bezirklichen Bädernaturen. Auch die SPD-Fraktion zeigt Unverständnis, denn viele kleine Theater kämpfen mit ihrer Finanzierung. Trotzdem sorgte das Free-Fall-Becken auch über Berlin hinaus dank seines einzigartigen Locationvorteils für politische Diskussionen.
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