Volkswagen verschärft Sparkurs: 50.000 weitere Stellen streichen
Wichtige Fakten
- • VW will weltweit 50.000 weitere Stellen streichen.
- • Summe der Streichungen bis 2030: 100.000 Arbeitsplätze.
- • Überkapazität: 500.000 Fahrzeuge in Europa.
- • Vier deutsche Werke: Zukunft ungewiss, alternative Nutzung geprüft.
- • Bis 2035: Modellpalette um 50% reduziert.
Jobabbau und Werkskrise
Volkswagen verschärft seinen Sparkurs: Der Aufsichtsrat stimmte am 3. September 2026 zusätzlich zu den bereits angekündigten 50.000 Stellen bis 2030 einem weiteren Abbau von rund 50.000 Arbeitsplätzen zu – insgesamt summiert sich der Personalabbau bis 2030 auf 100.000 Stellen.
Die von Vorstandschef Oliver Blume angekündigte „grundlegende Anpassung der weltweiten Personalkapazitäten“ betrifft das Management ebenso wie die Produktion. Die Zukunft der Werke Emden, Zwickau, Hannover und Audi-Standort Neckarsulm bleibt ungewiss: Produktionsüberkapazitäten von 500.000 Fahrzeugen pro Jahr drücken auf das Geschäft. Das Werk in Neckarsulm (Audi) könnte alternativ für andere Zwecke genutzt werden, wie der Konzern ankündigte – konkrete Schließungen sind nicht ausgeschlossen.
Gewerkschaft und Experten kritisch
IG-Metall-Chefin Christiane Benner und Betriebsratschefin Daniela Cavallo warnen vor einer Eskalation. Autoexperte Stefan Bratzel vom Centre of Automotive Management verweist auf strukturelle Probleme. Angesichts wachsender Konkurrenz aus China reichen reine Sparprogramme seiner Meinung nach nicht aus – es brauche Investitionen in Innovationen, etwa autonomem Fahren. Bis 2035 will der Konzern außerdem seine Angebotskomplexität um 75 % reduzieren.
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